Mut zur Trennung – Keine Angst vor Kündigungen

„Man bekommt nicht, was man verdient, sondern was man duldet.“

Mut zur Konfrontation – hier ist Führung gefragt

Haben Sie Leute an Bord, die wir salopp zu den „aktiv demotivierten“ Mitarbeitern zählen? Hier ist Führung gefragt.
Geben Sie jedem eine faire Chance. Wir wissen oft nicht, welche Frustrationen und Erfahrungen zum heute zu beobachtenden Verhalten geführt haben.
Fatal aber ist es, aus Angst vor Konflikt und Konfrontation destruktives Verhalten und schlechte Leistung einfach zu tolerieren. Denken Sie an den Spruch aus dem Titel…

Stattdessen: Sprechen Sie jeden einzelnen Mitarbeiter in dieser Kategorie individuell an. Geben Sie ein nachvollziehbares Feedback. Sagen Sie, was sie beobachten und was Sie erwarten. Suchen Sie den Dialog über die Ursachen. Interessieren Sie sich für den Menschen, seine Situation und seine Motive. Womöglich entdecken Sie gemeinsam gute Ansatzpunkte für eine erfreuliche Entwicklung.

In jedem Fall gewinnen Sie eine Einschätzung aus beiden Perspektiven. Jetzt gibt es zwei Wege:

Weg 1:

Bestehen Selbsterkenntnis und Bereitschaft zur Veränderung, hat jeder eine faire Chance verdient. Nach einigen Wochen, längstens wenigen Monaten muss es Klarheit geben. Eine Zeit, in der Sie sich als Führungskraft mit liebevoller Penetranz um die Entwicklung kümmern. Entweder erreichen Sie ein gutes Arbeitsniveau, eine teamförderliche Haltung  und können die Zusammenarbeit fortsetzen – mit einem konstruktiven Mitarbeiter – oder eben nicht.

Weg 2:

Wenn die Bereitschaft fehlt oder der Erfolg in den gemeinsamen Bemühungen ausbleibt, dann stehen die Zeichen auf Trennung.
Genau da kommen die Themen aus der aktuellen Podcastfolge zum Tragen.

Schlechtes Gewissen?
Wenn überhaupt, weil Sie NICHT kündigen

Ein schlechtes Gewissen ist selten ein guter Ratgeber. Oft hindert uns das Mitgefühl mit der Situation eines Mitarbeiters am Handeln im Sinne des Unternehmens.
Christina Linke dreht den Spieß um. Sie sagt: „Ein schlechtes Gewissen sollte man haben, wenn man nicht kündigt, obwohl es nötig wäre.“
Dafür benennt sie drei Gründe:

  1. Der Kunde bekommt keine 100 % der Leistung
  2. Die anderen Mitarbeiter. Sie sehen genau, wer eine freizeitorientierte Schonhaltung hat. Wenn der Chef sich endlich entscheidet, sind alle erleichtert.
  3. Der betroffene Mitarbeiter selbst ist nicht glücklich. Wäre er das – würde er sich konstruktiv einbringen. Eine Kündigung stellt sich nach Christina Linkes Erfahrung im Nachhinein oft auch als wertvoller Impuls für den Mitarbeiter selbst dar, der geht.

Mut zur Trennung

Die Kernbotschaft also ist: „Trauen Sie sich viel entschlossener an Trennungsprozesse heran“. Das hat einige Perspektiven:
Ist Trennung eine reale Option, müssen Sie diesen Weg bis zur letzten Konsequenz durchdenken und bereit sein, notfalls den Preis zu zahlen. Nur dann kann ein Feedbackgespräch wirkliche Weichen stellen und die nötige Wirkung entfalten. Menschen spüren schnell, wenn jemand nur bellt, aber nicht beißt.

Mut ist also zuerst einmal gefragt, in der klaren Beschäftigung mit diesem konsequenten Weg.
Mut ist aber auch für den späteren Vollzug einer Kündigung erforderlich. Die erfahrene Arbeitsrechtlerin empfiehlt den mutigen Weg der Kündigung – auch wenn man in vielen Fällen keinen absolut rechtssicheren Kündigungsgrund hat.
Ist die Trennung erst mal ausgesprochen oder die Absicht verkündet, beginnt der Verhandlungsprozess. Mit Geschick können oft gute Lösungen gefunden werden – zum Nutzen aller Beteiligten. Die dramatischen Auswüchse an Kosten und Konflikten sind laut Christina Linke eher die Ausnahme.

Vorträge, die begeistern und Wirkung zeigen

Fachkräftemangel, Digitalisierung, New Work – der Wandel der Arbeitswelt stellt alte Sicherheiten in Frage. Jammern hilft nicht. Strategie schon.

Bringen Sie Zuversicht und Motivation in die Köpfe und Herzen Ihrer Zuhörer. Mit Vorträgen, die begeistern, ermutigen und zum Handeln anstiften. Provokant und relevant für alle, die Verantwortung für Unternehmen und Mitarbeitende tragen.

Profis an Bord

Meine Intention in diesem Beitrag ist es, Ihnen Mut zu machen, herausfordernde Führungssituationen aktiv anzugehen und zu lösen. Entweder durch positive Entwicklung im Unternehmen oder eben durch eine Trennung.
Trotz aller Klarheit in dieser Ausrichtung gibt es eine Menge Fallstricke und Fehler, die man machen kann.

Die kann und will ich hier nicht alle aufführen. Dazu sollten wir uns Profis an Bord holen.
Das gilt beim Ausloten der Optionen, bevor man in ein kritisches Gespräch geht.
Die Experten braucht es natürlich auch im akuten Trennungsfall bis hin zur möglichen arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung. Unbedachte Fehler werden hier schnell unnötig teuer.

Und als Drittes helfen gute Arbeitsrechtler bezüglich der langfristigen Verbesserung der Vertragssituationen. So kann man Ausschluss- und Kündigungsfristen sowie weitere Formulierungen in Vertragsvorlagen so gestalten, dass spätere Risiken und Kosten im Trennungsfall reduziert werden. So kann man die Probezeit verkürzen, damit ein klares Signal senden und behält dennoch für die ersten 6 Monate den verminderten Kündigungsschutz.
Christina Linke bietet einen kostenlosen Check für die eigenen Arbeitsvertragsvorlagen an. Beim Podcast finden Sie Ihre Kontaktdaten.

Wunder geschehen, wenn die innere Haltung klar ist

Auf eine erstaunliche Entwicklung möchte ich hinweisen: Manchmal geschehen Wunder.
Hat man sich mit einer möglichen Trennung auseinandergesetzt und innerlich sowie mit den anderen Entscheidern geklärt, dass man bereit ist, eine Trennung durchzuziehen – erfolgt manchmal das Unerwartete: Menschen spüren genau, wie ernst es die andere Seite meint.
Alleine die innere Entschlossenheit kann im Außen zu interessanten Einsichten führen. Da gehen auf einmal Menschen von sich aus, bei denen man sich das nie vorstellen konnte. Da wächst die Bereitschaft, Kritikpunkte und eine Einschätzung zu teilen. Verbunden entweder mit der Bereitschaft zur Verbesserung oder mit der Einsicht, dass es nicht so wirklich passt und man lieber woanders neue Perspektiven sucht.

Verkündet man eine Trennung oder eine entsprechende Absicht, muss diese Nachricht erst mal verdaut werden. Besteht dann weiterhin ein guter Gesprächsfaden, können faire Vereinbarungen entstehen – Aufhebungsvereinbarungen, gute Einigungen vorm Gütetermin des Arbeitsgerichts oder sogar Outplacement-Beratungen und Unterstützung beim Start zu neuen Ufern. Womit wir dann wieder bei Trennungen mit Stil und Anstand wären.
Das kann sogar in ziemlich schwierigen Situationen gelingen. Doch der Schlüssel dazu ist der Mut zur Konfrontation, der Mut zur Trennung sowie die Bereitschaft, den entsprechenden Preis zu zahlen. Der Preis dafür, diese Schritte nicht zu gehen, ist ein vielfaches höher.

Podcast – Mut zur Trennung. Keine Angst vor Kündigungen!

Arbeitgeber haben oft großen Respekt vor Kündigungen und der Trennung von Mitarbeitern. Schwierige Gespräche und Konflikte werden gerne vermieden und verdrängt. Der Preis dafür ist hoch. Die Leistung bleibt hinter dem eigenen Anspruch zurück. Schlimmer noch: die Motivation der Leistungsträger leidet. Rechtsanwältin Christina Linke animiert zu mutigerem Vorgehen, wenn Motivation oder Leistung nicht dem Standard im Unternehmen entsprechen. Lassen Sie sich zu einer starken Haltung ermutigen. Jetzt reinhören!

Ein gutes Konzept zu Remote Work ist elementar!

„Wer Remote – Arbeiten nicht anbietet, wird vom Arbeitsmarkt aussortiert“

der Satz könnte von mir sein. Ist er aber in diesem Fall nicht. Gesagt hat ihn Teresa Hertwig im aktuellen Podcast-Interview. Wir teilen nicht nur diese Aussage, sondern auch viele andere Überzeugungen, wie flexibles Arbeiten in Zukunft funktionieren wird.

Firmen bekennen Farbe

Sinkende Inzidenzen, steigende Temperaturen und geöffnete Biergärten – die Freude ist allerorten spürbar. Wie schön.
Gleichzeitig sind die Zeitungen gerade voll von den Meldungen über das Arbeiten nach Corona. Das finde ich sehr spannend zu beobachten.
Während der BDI reflexartig und gefühlt zu früh das Ende der Homeoffice-Pflicht fordert, preschen Unternehmen genau in die andere Richtung vor.

Dass eine Firma wie SAP offensiv kommuniziert, dass Mitarbeiter arbeiten können, wo sie wollen – auch in Zukunft – das überrascht nicht. Eher schon, wenn Porsche stolz verkündet, dass jeder 12 Tage im Monat aus dem Homeoffice oder von unterwegs arbeiten kann und alle mit einem Technik-Paket für zuhause ausgestattet werden. Menschen in der Produktion oder technischem Service immer ausgenommen.

Auch das Silicon Valley bewegt sich. War hier – aller Digitalisierung zum Trotz – die Kultur der gemeinsamen Präsenz auf dichtem Raum – bei vielen Firmen Kult, bewegt sich auch hier eine Menge. Facebook und Google lassen viele Freiheiten fürs mobile Arbeiten bzw. formulieren ihr hybrides Modell.
Apple hat einen satten Shitstorm ausgelöst mit der Forderung, dass die Mitarbeiter Mittwochs und Freitags im Homeoffice und Montag, Dienstag und Donnerstag ins Büro kommen sollen.

Entscheiden Sie – jetzt

Die großen Konzerne entwickeln gerade großen Eifer, selbst noch positive Schlagzeilen erreichen zu  können und ja bloß nicht als rückständig zu gelten.
Wie weit die großen Augen der Controller beim Blick auf Einsparpotenziale im Bürobereich da eine Rolle gespielt haben – wer weiß.
Dabei gibt es nicht den einen richtigen Weg. Allerdings eine gewisse Häufung für Modelle mit 2-3 Tagen Homeoffice-Arbeiten (als Option, nicht als Pflicht) und 2-3 Tage Präsenz im Büro.
Die Ausgestaltung hat viel mit der Unternehmenskultur zu tun. Der Markt und die Zukunft wird zeigen, welche Modelle am erfolgreichsten sein werden.

Die Botschaft aus diesen Beobachtungen ist für mich:

Wenn Sie noch kein klares Konzept für sich
und Ihre zukünftige Arbeitskultur haben –

dann wird es jetzt Zeit, sich zu positionieren.

Menschen wollen wissen, welche Möglichkeiten sie in Zukunft haben werden und wie es weitergeht.
Alles wieder zurückdrehen und erst mal ein paar Monate benötigen, um sich zu gemächlichen Schritten durchzuringen – das wird nicht reichen.
Sie brauchen eine grundlegende Richtung und entsprechende Entscheidungen. Das ist Chefsache.

„Die Arbeitskultur vom Zufall befreien“

Das ist eine andere Aussage von Teresa. In ihrer Arbeit legt sie großen Wert darauf, nicht nur die grundsätzlichen Entscheidungen in der Firmenleitung  zu treffen, sondern auch mit den Teams und deren Führungskräften klare Spielregeln zu entwickeln und eine bewusste Arbeitskultur zu entwickeln.

In den letzten Monaten war das eine plötzliche und krisenbedingte Flexibilität. Das heißt nicht, dass die etablierten Formen des Zusammenarbeitens das richtige für die nächsten Jahre sind.

  • Welche Arbeitszeiten und Erreichbarkeiten wollen wir vereinbaren?
  • Wie gelingt das Neben- und Miteinander der Kollegen, die lieber 5 Tage im Büro sein wollen mit denen, die gerne seltener kommen?
  • Führen wir Videokonferenzen hybrid durch – mit einigen Leuten im Meeting-Raum und anderen von zuhause zugeschaltet oder verlegen wir uns dann auf 100 % remote – so dass auch die Kollegen am Standort am eigenen Rechner am Meeting teilnehmen.

Schwarz oder weiß ist kein Konzept

Für ein zukunftssicheres und belastbares Konzept für die Arbeitskultur von morgen müssen eine Menge Fragen beantwortet werden. Die Erfahrungen der letzten Monate erlauben eine Weiterentwicklung, die vor 2 Jahren niemand für möglich gehalten hatte.
Doch Gefahren lauern an verschiedenen Stellen.

Ganz offensichtlich: haben Firmen ihre Hausaufgaben nicht gemacht oder verharren Führungskräfte im „Zurück zum alten Normal“ gilt der Satz aus dem Titel. Das könnte ungemütlich werden. 😉
Viel weniger offensichtlich, aber vermutlich wichtiger und eher in Gefahr übersehen zu werden sind die Konflikt- und Frustpotenziale aus nicht geklärter Arbeitskultur.

Wo früher selten erlaubte Homeoffice-Regelungen an bestimmte familiäre Situationen (kleine Kinder oder pflegebedürftige Angehörige) gekoppelt waren, müssen das alte Denken und entsprechende Regelungen dringend modernisiert werden.
Wo in der Pandemie alle gleichermaßen im Homeoffice waren – wie wird das, wenn jeder die Freiheit der individuellen Wahl hat? Wie erreichen wir, dass das alle als frei und fair empfinden?
Wir stellen wir sicher, das Menschen die für sich gute und verträgliche Abgrenzung zwischen Arbeits- und Privatleben organisieren können und sich nicht dauerhaft aufreiben oder abgehängt fühlen?
Wie bringen wir alle Mitarbeitenden und Führungskräfte konsequent in die nötige digitale Affinität und Kompetenz?

Führungsaufgabe Arbeitskultur

Die Fragen hier sind nur ein Ausschnitt. Sie machen aber klar, wie wichtig es ist, bewusst und offen Themen anzusprechen und zu klären. Das gilt für alle Beteiligten. Die Unternehmensspitze ist gefordert, diesen Prozess in Gang zu setzen, eine zeitgemäße Richtung vorzugeben bzw. zu ermöglichen. Vor allem müssen die richtigen Investitionen beschlossen und die konsequente Umsetzung sichergestellt werden.
Alle Mitarbeitenden sind gefordert, aktiv zur Reflektion und Entwicklung einer guten Arbeitskultur beizutragen, die allen mehr Produktivität und Lebensqualität bringt.

Besonders gefordert sind die Führungskräfte. Schließlich müssen sie nicht nur gute Führung bei verteilten Teams und auf Distanz sicherstellen. Die manchmal viel tieferliegende Herausforderung hat mit Vertrauen und der Art des Führens ohne vermeintliche Kontrolle durch Präsenz zu tun.
Das war früher schon nicht klug. Aber jetzt ist es so sichtbar geworden, dass es nicht so bleiben kann, wie es war.
Um die Vorreiter, die jetzt gerade die Zeitungsseiten füllen, mache ich mir keine Sorgen.
Eher um die vielen mittelständischen Firmen, die Verwaltungen, die Einrichtungen, von denen längst noch nicht alle so weit klar sind, wie es Mitarbeiter und Umfeld erwarten.

Noch ist es nicht zu spät. Aber es ist Zeit.

Podcast – Remote Arbeiten – aber richtig!

Teresa Hertwig ist Profi in Sachen Remote-Arbeiten. Was Unternehmen klären und wie sie vorgehen sollten – darüber sprechen wir heute. Damit nach der Krise eine durchdachte Arbeitskultur mit dem richtigen Mix zwischen Präsenz und Remote-Arbeit entsteht. Mehr dazu in der aktuellen Podcastfolge. Hören Sie rein.

42 Mut zur Trennung – warum wir weniger Angst vor Trennungen von Mitarbeitern haben sollten

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Weitere Informationen

Arbeitgeber haben oft großen Respekt vor Kündigungen und der Trennung von Mitarbeitern. Schwierige Gespräche und Konflikte werden gerne vermieden und verdrängt. Der Preis dafür ist hoch. Die Leistung bleibt hinter dem eigenen Anspruch zurück. Schlimmer noch: die Motivation der Leistungsträger leidet. „Man bekommt nicht, was man verdient, sondern was man duldet.“ sagt Rechtsanwältin Christina Linke und animiert im Gespräch zu mutigerem Vorgehen, wenn Motivation oder Leistung nicht dem Standard im Unternehmen entsprechen.

Podcastfolge #42

Mut zur Trennung – warum wir weniger Angst vor Trennungen von Mitarbeitern haben sollten

Interview mit Arbeitsrechtlerin Christina Linke

Themen:

  • Gewissen: Drei gute Gründe für ein schlechtes Gewissen, wenn man nicht kündigt
  • Mythos Abmahnung: Warum man keine drei Abmahnungen braucht
  • Mindset: Innere Klarheit schafft äußerliche Veränderungen
  • Mut: Warum man weniger Angst vor der Kündigung haben sollte
  • Fristen: Wie man seine Verträge von unnötigen Fallstricken befreit
  • Schach: Wie man mit guten Zügen in Verhandlungen und Arbeitsgerichtsprozessen gut abschneidet

Arbeitgeber können ihren Standard-Arbeitsvertrag bei Christina Linkes Kanzlei kostenlos prüfen lassen: info@ralinke.de

Weitere Informationen und Kontaktdaten von Rechtsanwältin Christina Linke auf ihrer Website.

Karrierewebsites: Die größten Fehler und wichtigsten Tipps

Typische Fehler bei Karrierewebsites und wichtige Tipps, wie Sie es besser machen!

Haben Sie gerade Ihr Handy in der Hand? Dann machen Sie doch direkt mal den Test. Besuchen Sie mal Ihre eigene Website am Handy. Gehen Sie zu Ihrem Bereich „Karriere“ oder „Jobs“ und versetzen Sie sich in die Situation eines potenziellen Interessenten. Hätten Sie jetzt Lust, sich direkt bei sich zu bewerben Fühlen Sie sich umworben, gut informiert und animiert, Kontakt aufzunehmen? Zeigt die Seite Ihre Unternehmenspersönlichkeit und vermittelt ein echtes, sympathisches Bild Ihrer Kultur? Identifizieren sich Ihre heutigen Mitarbeiter mit dem, was auf der Seite gezeigt wird?

Sieht Ihre Firma am Handy nicht gut aus,
findet sie gar nicht statt…

Die allermeisten Menschen informieren sich im Internet über einen potenziellen Arbeitgeber. Je jünger die Interessenten sind, desto öfter mit dem Smartphone. Sieht Ihre Seite dort nicht gut aus – schon verloren. Es gibt viel Licht aber auch viel Schatten. Von sehr individuellen und motivierenden Karrierewebsites auf der einen Seite bis hin zu der berühmten Fehlanzeige. Leider immer noch häufig, gibt es entweder keinen Karrierebereich – oder unter „Jobs“ den Klassiker  „zur Zeit keine Stelle frei“ oder nur die offenen Positionen. In der letzten Zeit haben wir eine Menge Karrierewebsites analysiert.

Katharina Bard verstärkt unser Team seit Beginn des Jahres, gemeinsam bauen wir unser Leistungsspektrum im Bereich der Arbeitgeberstrategie und des Employer Branding weiter aus. Sie bringt hier ihre Erfahrung aus der Agenturarbeit im Bereich Employer Branding ein.

Mit Katharina unterhalte ich mich in der heutigen Podcastfolge über Dos und Don´ts für die Karrierewebsite. Hören Sie rein, wenn Sie Ihre Präsenz im Netz auffrischen wollen.

Das sollten Sie vermeiden – die 3 größten Fehler

Fehler Nr. 1: es gibt sie gar nicht…

Menüpunkt Karriere – Fehlanzeige?

Beschreibung von Firma, Kultur und Team?

Auf Ihrer Website findet man – so vorhanden – offene Stellenangebote, sonst aber nichts zu den Entwicklungsmöglichkeiten und Ihren Angeboten als Arbeitgeber?

Das ist zu wenig. Viel zu wenig.

Fehler Nr. 2: die Seite ist schlecht gemacht…

Ist eine Website nicht responsive, passt sich also nicht an verschiedene Geräte wie Handys, Tablets oder PCs an, zeigt man damit nicht gerade, dass die Firma up-to-date ist.

Bei Handynutzern findet man dann als potenzieller Arbeitgeber erst gar nicht statt.

Gestaltung ist natürlich Geschmackssache und es kommt nicht auf die High-End-Ausführung an. Aber Textwüsten oder Fotos, die eher abschrecken als anziehen – das geht leider gar nicht mehr.

Fehler Nr. 3: die Seite ist wie alle anderen…

Der dritte Fehler ist vielleicht der teuerste und der gefährlichste. Immer mehr Agenturen haben den rasant wachsenden Markt der Karrierewebsites entdeckt.

Daran ist nichts Falsches, nur in der Umsetzung trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Gestaltung einer Karrierewebsite kann man nicht einfach delegieren.

Dann entstehen ganz häufig völlig austauschbare Seiten. Die sehen vielleicht auf den ersten Blick ganz nett aus. Die Slogans könnten aber bei jedem Mitbewerber genauso stehen, die Fotos auch.

Wenn das so ist, haben Sie Geld verbrannt.

Noch schlimmer: werden hier Versprechungen gemacht, die mit der Wirklichkeit wenig zu tun haben, ist die Enttäuschung nachher umso größer – und der Reputationsschaden samt Shitstorm auch.

Das gilt im Übrigen auch für Ihre Mitarbeiter, die schon an Bord sind. Haben die den Eindruck, dass hier nur ein schöner Schein verbreitet wird, dürfen Sie nicht auf deren begeisterte Empfehlung hoffen.

So sind Sie auf dem richtigen Weg

Auch bei Karrierewebsites gilt: Sie müssen nicht perfekt sein – doch Sie sollten Ihren Wettbewerbern ein Stück voraus sein. Deswegen analysieren wir meist auch die Seiten anderer Firmen Ihrer Branche. Das können Sie gut auch selbst machen – und bekommen so einen Eindruck, wo Sie stehen.

Hier können Firmen auch von größeren Unternehmen lernen. Dort wurde meistens kräftig in die Online-Auftritte investiert. Sie finden tolle Beispiele – aber eben auch solche wie gerade beschrieben – toll gemacht, aber wirklich echt und motivierend wirken längst nicht alle.

Die 3 wichtigsten Tipps für gute Karrierewebsites:

Tipp 1: Zeigen Sie, was Sie zu bieten haben

Wir sagen ja oft, dass in Zukunft die Firmen sich bei den Mitarbeitenden bewerben. Als Interessent will ich umworben werden. Will das Gefühl haben „Die wollen mich ins Team holen“. Das muss genauso gut gemacht sein, wie eine gute Seite, die Kunden gewinnen will. Ich will wissen, was das Unternehmen macht, wie dort gearbeitet wird und was mich erwarten würde. Wie kann ich mich entwickeln? Was wird geboten? Welche Arbeitsweisen sind möglich? Wie sehen Firma und Standorte aus? Gibt es Weiterbildung, Coaching, besondere Vergünstigungen und Angebote? Ist die Ansprache so, dass ich mich abgeholt fühle? Machen Form und Gestaltung Lust auf mehr?

Eine gute Karriere-Website zeigt viel mehr als die konkreten Stellenangebote.

Tipp 2: Zeigen Sie Gesicht, machen Sie Persönlichkeit spürbar

Die Schlüssel gegen Austauschbarkeit und Oberflächlichkeit sind echte Aussagen realer Menschen. Was sind Mission und Vision des Unternehmens? Wer sind die Menschen an der Spitze? Erlebe ich hier authentische Aussagen der Schlüsselpersonen, kann das sehr anziehend sein. Wenn es nicht passt, dann ist das auch gleich geklärt – das wäre dann später eh klar geworden.

Das Allerwichtigste: Lassen Sie reale Menschen aus dem Unternehmen zu Wort und ins Bild kommen. Fragen Sie Ihre aktuellen Mitarbeiter nach den Vorteilen des Unternehmens, nach ihren persönlichen Storys. Nutzen Sie Zitate, Videos und persönliche Geschichten.

Teilen Sie diese Eindrücke über die Website wie über soziale Medien. Zeigen Sie Standorte, Räume, Eindrücke von besonderen Events oder Projekten. Wählen Sie Gestaltungen und Sprachstil, der zu Ihnen und Ihrer Firma passt. Da darf gerne eine Agentur helfen – aber Sie merken – Karrierewebsites sind nicht vor allem Gestaltungsaufgaben. Die Strategie und die Kernaussagen sind viel wichtiger.

Das leitet direkt weiter zu Tipp 3.

Tipp 3: Bitte kein Aktionismus – zuerst die Arbeitgeberstrategie und die Arbeitgebermarke, dann die Website

Die Analyse dessen, was man heute über Sie im Netz findet, ist eine gute Basis um herauszufinden, wo Sie stehen.

Dann sollten Sie aber nicht vorschnell agieren. Viel wichtiger ist es jetzt, zu wirklich klaren Aussagen zur eigenen Arbeitgeberstrategie zu kommen. Sich Gedanken zu machen über die eigene Arbeitgebermarke. Wofür wollen wir stehen? Welche Arbeitskultur wollen wir leben? Wie stehen wir in Zukunft zu Homeoffice und Remote-Arbeit, zu Vertrauensarbeitszeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Wie sehen uns unsere Mitarbeiter wirklich?

Die Liste der Fragen ist viel länger. Worum es uns hier geht: bitte keinen Aktionismus. Natürlich kann man eine schnelle verbesserte Darstellung der Karriereseite machen als Zwischenschritt. Doch das Wichtigste ist, zuerst nach innen zu arbeiten: Was haben wir zu bieten? Was können und wollen wir offensiv nach außen tragen? Die Konzeption und Erstellung der letztlich optimalen Karriere-Seite ist dann gutes Handwerk. Die eigentliche Kunst kommt davor.

Wirklich gute Arbeitgeber strahlen von innen!

Natürlich hilft eine ansprechende Verpackung. Das wichtigste aber bleibt: ein guter und attraktiver Arbeitgeber zu SEIN. Sind Sie es – dann sollten Sie damit auch sichtbar werden.

Die Karrierewebsite ist dabei Ihre digitale Eingangshalle, Ihr Ausstellungsraum, Ihr Treffpunkt mit Interessenten.

Sie können für gute Auffindbarkeit bei Google-Suchen sorgen, die Seite mit Ihren Social-Media-Auftritten verbinden und direkt auf der Website moderne und direkte Wege der Bewerbung anbieten. Dann  sind gute Bewerber genau einen Klick entfernt. Schaut man sich im Netz so um, gibt es tolle Beispiele – ja. Aber es ist auch noch so viel Luft nach oben – noch ist es gar nicht so schwer, einen deutlichen Vorsprung zu gewinnen. Sie sollten nur nicht zu lange warten. Die anderen schlafen auch nicht.

Podcast – Karrierewebsites: Fehlanzeige oder attraktiv für Talente?

Heute unterhalte ich mit Katharina Bard aus unserem Team über Karrierewebsiten – über gute wie weniger gute. Wir beleuchten, was Karrierewebsites wirklich erfolgreich macht – und was nicht. Mehr dazu in der aktuellen Podcastfolge. Hören Sie rein.

41 Remote arbeiten – Wie Unternehmen und Teams sich ein gutes Konzept geben

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Weitere Informationen

Durch die Pandemie haben viele Unternehmen die Arbeit aus dem Homeoffice eingeführt. Obwohl aus der Not geboren hat das meist besser geklappt, als viele dachten. Doch was heißt das für die Zeit danach? Mit welcher Remote-Strategie gehen Unternehmen in die Zukunft? Wie kann das Krisenkonzept in eine professionelle und bewusst gestaltete Arbeitskultur überführt werden? Darüber spreche ich heute mit Teresa Hertwig. Als Expertin für Remote-Arbeit und Gründerin von Getremote unterstützt sie Unternehmen bei der Professionalisierung ihres Remote-Konzepts.

Podcastfolge #41

Remote arbeiten – Wie Unternehmen und Teams sich ein gutes Konzept geben

Interview mit Teresa Hertwig

Themen: 

  • Professionalität: Eine Arbeitskultur schaffen und den Zufall eliminieren
  • Entscheidungen: Für diese Entscheidungen ist es jetzt Zeit – Mitarbeiter erwarten Klarheit 
  • Leitplanken: Was die Unternehmensspitze festlegen sollte 
  • Führung: Führungskräfte brauchen Zeit für Führung – nebenbei geht remote nicht viel 
  • Teamkodex: klare Erwartungen schaffen Sicherheit und Produktivität 
  • Ideen: die besten Hacks und Ideen von Unternehmen mit guten Remote-Konzepten

Zur Website von Teresa´s Unternehmen getremote.

Zum Linkedin-Profil von Teresa Hertwig.

40 Karrierewebsites: Fehlanzeige oder attraktiv für Talente?

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Weitere Informationen

Ihre potenziellen Mitarbeiter von morgen informieren sich zuerst auf Ihrer Website. Macht Ihre Karrierewebsite Lust auf Ihr Unternehmen? Oder gibt es sie gar nicht? Wer im Netz nur aktuelle Stellenangebote veröffentlicht und nicht auf sympathische Art zeigt, was man sonst zu bieten hat, hat im Arbeitsmarkt keine Chance. Die Arbeit an der Karrierewebsite kann man nicht einfach delegieren. Sie ist der Ausdruck Ihrer Arbeitgeberstrategie und zeigt im Idealfall die Persönlichkeit Ihres Unternehmens. Worauf es ankommt, darüber sprechen wir heute.

Podcastfolge #40

Karrierewebsites: Fehlanzeige oder attraktiv für Talente?

Werkstattgespräch mit Katharina Bard

Themen:

  • Sichtbarkeit: Wer sich nicht zeigt, hat schon verloren.
  • Begeisterung: Was Karrierewebsites auszeichnet, die Lust machen auf mehr.
  • Fehlanzeige: Warum eine Stellenanzeige keine Karrierewebsite ist.
  • Persönlichkeit: Wer begeistern will, muss Gesicht und Emotionen zeigen.
  • Match: Nur wer Profil zeigt, zieht die richtigen Bewerber an – das spart Zeit.

Exklusiv für unsere Podcast-Hörer: Schreiben Sie uns an office@stefandietz.com und sichern Sie sich als einer der ersten 5 Einsender eine Kurzanalyse Ihrer Karrierewebsite mit einem 30minütigen Auswertungsgespräch.

Arbeiten wo andere Urlaub machen – so geht´s

Die große Freiheit kommt, wenn Corona geht…

Die unfreiwillige Homeoffice – Challenge der letzten Monate hat eines für alle Zeiten deutlich gemacht:

Fast alles, was wir früher in Büros gemacht haben, geht auch woanders.

Notgedrungen in letzter Zeit im Homeoffice. Aber doch nicht nur. Wenn die Pandemie gegangen ist, beginnt die neue Freiheit des Arbeitens. Bei vielen wird es dann heißen: „Arbeiten Sie doch wo Sie wollen“. Wenn das nicht das Büro ist, wird es meistens das eigene Zuhause sein. Klar. Oder ein Coworking-Space in Wohnortnähe. Oder das Café in der Innenstadt und eben manchmal auch ein Ferienhaus, die Terrasse bei Freunden, die Einliegerwohnung bei den Eltern oder das Apartment am See. Ist das neu? Nein.

Nur konnten sich viele das nie vorstellen. Da hat dieses kleine Virus uns um 10 Jahre nach vorne katapultiert – und Augen geöffnet…

Diese Möglichkeiten tauchen langsam im Bewusstsein und in den Medien auf – und immer mehr Menschen werden nach Wegen suchen, das eigene Arbeiten durch coole Orte und gelegentliche Highlights zu bereichern. Und – auch klar: gute Arbeitgeber ermöglichen das auch. Vielleicht fördern Sie es sogar.

Arbeiten Sie doch, wo Sie wollen

Ortsunabhängiges Arbeiten – das leben viele Menschen schon lange. Die sogenannten digitalen Nomaden haben das Reisen und Arbeiten von unterwegs gleich zum Lifestyle erhoben.

Da sind wir beim Grund, warum ich dazu einiges zu sagen habe: 2015 war ich zum ersten Mal bei einem Kongress der digitalen Nomaden in Berlin (danach habe ich meinen ersten Blog-Artikel geschrieben – das war 2015. Der Text war lange Zeit der einzige auf meiner Seite 😉).

Die Idee, Reisen (ich liebe Sonne und Meer) und Arbeiten zu verbinden, fand ich damals schon faszinierend. Da ich meine Zelte nicht abbrechen wollte, suchte ich nach einer Variante, die ich mit meinem sonstigen Leben gut  verbinden konnte.

So entstand über die Jahre mein Stil des „Arbeitens in der Sonne“ – immer mal wieder für eine gute Woche meine Arbeit an einen inspirierenden Ort mitnehmen und beides kombinieren.

Dass große Teile der Entwurfsphase meines Buches in Mallorca entstanden sind, habe ich ja schon verraten.

Arbeiten in der Sonne

Was ich noch nicht verraten hatte: Wenn ich ehrlich bin, habe ich gar nicht nur an meinem Buch geschrieben. Zu sehr haben mich die Idee und das Potenzial in meinen Erfahrungen begeistert. So konnte ich nicht widerstehen, vieles zu dokumentieren, Videos zu drehen, Checklisten zu erstellen und viele Varianten auszuprobieren. Ich wollte einen Online-Kurs erstellen, der die Idee illustriert und dabei hilft, all die Fragen zu klären, die sich eben auch stellen. Wir waren fast startklar, als Corona solche Ideen ziemlich rabiat ad absurdum führte. Deshalb ruhte das alles erst mal. Bis jetzt.

Ursprünglich dachte ich vor allem an Menschen in ähnlicher Situation wie mich: Unternehmer und Selbständige, die selbst entscheiden können, ob und wie sie sich solche besonderen Arbeitswochen leisten wollen. Als Inspiration und Gegengewicht zum stressigen Alltag sonst.

Durch die Pandemie werden solche Modelle auch für Mitarbeiter in fortschrittlichen Firmen vorstellbar. Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, diese Ideen in die Tat umzusetzen – das wissen wir alle noch nicht. Aber vorbereiten und Ideen entwickeln – damit kann man sich ja schon mal beschäftigen. Und dann bald auch mit dem Blockieren einer geeigneten Woche im Kalender und dem Buchen der Reise…

Kommen Sie mit?  

Wenn Sie auch was sehen wollen, schauen Sie mal auf meiner Projekt-Website. Hier können Sie per Video mit auf die sonnige Insel kommen und finden eine 7 teilige kurze Video-Reise: 7 x 1 Minute mit einer Idee, wie man das produktiv und mit hoher Lebensqualität gestalten kann.

Arbeiten wo andere Urlaub machen – es muss keine Insel sein

Arbeiten in der Sonne – das ist für mich grandios. Doch das ist nur eine ganz spezielle Variante, in der man eine inspirierende Arbeitsform für sich finden kann. In unseren Materialien und in der „Arbeiten Sie doch wo Sie wollen – Challenge) spannen wir den Bogen viel weiter.

Wenn Sie für sich den richtigen Stil finden wollen, können das gute Frage und Optionen sein:

  1. Was ist mein passender Rahmen? Welche Orte ziehen mich an? Wo fühle ich mich wohl? Brauche ich Inspiration und pulsierendes Leben oder eher meine Ruhe? Strand oder Berghütte? Mitten in der Stadt oder im Grünen? Hotel oder Ferienwohnung? Palma oder Baumhaus?
  2. Was ist für mich ein guter Zeitraum? Mal für 2 Tage, eine Woche oder doch eher ein paar Wochen am Stück?
  3. Das berühmte „Mindset“: Fühle ich mich frei für einen attraktiven „Arbeitsplatz“ oder plagt mich das schlechte Gewissen? Trägt mein Umfeld so etwas mit?
  4. Alleine oder im Team? So wie ich mein Arbeiten in der Sonne definiert habe, ist das Alleine-Reisen eine wichtige Qualität. Doch auch eine Workation mit dem ganzen Team kann eine Kraftquelle sein.
  5. Welche Arbeit? Besondere Kraft entfaltet das Modell, wenn man nicht nur die Umgebung wechselt, sondern sich auch auf eine besondere Aufgabe am Stück konzentriert. Welche Arbeit würden Sie mitnehmen?
  6. Finanzielle Gestaltung? Tragen Sie die Reise privat – ist das Ganze nur Homeoffice am anderen Ort. Wenn Sie einige Voraussetzungen erfüllen und klug planen, können Teile oder die ganze Reise als betriebliche Aufwendungen anerkannt werden.

Klingt einfach – ist es aber nicht…

Die Idee klingt einfach – ich weiß. Aber Achtung. Ich habe auch einiges an Lehrgeld gezahlt. Nicht jede meiner Touren war so produktiv wie die Aufenthalte der letzten beiden Jahre. Zur falschen Zeit am falschen Ort, ungeeignete Hotels, fehlende Tools (Kabel, Powerbank) oder unpraktische Ausstattung können ganz schön nerven. Um Ihnen dieses Lehrgeld zu ersparen, starten wir eine

„Arbeiten in der Sonne / Arbeiten wo andere Urlaub machen“ – Challenge.

Das erfahren Sie jetzt als meine treuen Impulse -Leser als erstes. Wenn Sie Lust haben, dabei zu sein, schreiben Sie mir hier.  Ich freue mich, wenn Sie dabei sind. Und ich freue mich natürlich auch, wenn Sie diese Impulse als Anlass nehmen, die eigenen Umstände des Arbeitens zu überdenken. Selbst wenn ein besonderer Rahmen des Arbeitens nur mal für die eine oder andere Woche realisiert werden kann – Sie profitieren das ganze Jahr davon. So aufwändig ist das gar nicht. Die Grenzen sind meistens zwischen den eigenen Ohren.

Workation? So überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber.

Workation ist eine großartige Art des Arbeitens. Doch es gibt Vorbehalte bei Firmen und Führungskräften. Damit Sie die entkräften können, gibt es meinen neuen Leitfaden. Starke Argumente und jede Menge Inspiration. So überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber und starten bald zu Ihrer ersten Workation.

Podcast – Arbeiten in der Sonne.

Hier verrate ich Ihnen meinen ganz persönlichen Booster für Lebensqualität und Produktivität aus den letzten Jahren.
Beim „Arbeiten in der Sonne“ ist es mir gelungen, am Stück an meinem Buch zu schreiben – im Alltag hätte ich das nicht geschafft. Und nach einer produktiven Woche hatte ich trotzdem das Gefühl, mindestens eine Woche Urlaub gehabt zu haben. Mehr dazu in der aktuellen Podcastfolge. Hören Sie rein.

39 – Arbeiten in der Sonne – für mehr Lebensqualität und Produktivität

Podcastfolge #39

Arbeiten in der Sonne

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Weitere Informationen

Arbeiten wo andere Urlaub machen: in der Sonne, am Strand, im Ferienhaus. Möglich ist das schon lange – nach der Pandemie können es sich immer mehr Menschen auch vorstellen: Was digitale Nomaden zum Lebensstil erhoben haben, hat Stefan Dietz als gestandener Unternehmer in seinen Alltag integriert – einige Arbeitswochen von ganz anderen Orten aus zu gestalten. Für ein Mehr an Lebensqualität und Produktivität. In der heutigen Folge nimmt er sie mit zum Arbeiten in der Sonne.

Themen:

  • Warum nicht: Wenn es egal ist, wo wir arbeiten – Warum dann nicht arbeiten wo andere Urlaub machen?
  • Geht doch: Sonne statt Schmuddelwetter und Café unter Palmen statt Büro.
  • Fokus wirkt: Welche Aufgaben Sie mit in die Sonne nehmen sollten.
  • Sonne als Bonus: Wie Sonne, Meer und Impressionen die Arbeitswoche wie Urlaub erscheinen lassen.
  • Achtung Hindernis: auf diese Fallstricke müssen Sie achten.
  • Arbeiten in der Sonne: so geht´s und so entwickeln Sie Ihr persönliches Konzept.

Die Podcastfolge zum lesen:

Arbeiten in der Sonne

Ein Boost an Lebensqualität

Heute möchte ich Ihnen ein Geheimnis verraten, nämlich mein Geheimnis für einen extra Boost an Lebensqualität bei gleichzeitig hoher Produktivität. Wenn wir doch eh arbeiten können, wo wir wollen, dann können wir doch gleich dort arbeiten, wo wir sonst Urlaub machen würden. Mein Geheimnis ist das Arbeiten in der Sonne. Wie das gehen kann, das möchte ich Ihnen heute zeigen.

Arbeiten in der Sonne und am Meer. Das ist für mich ein enormer Booster für mehr Lebensqualität geworden in den letzten Jahren. Ach ja, wenn man das Meer so hört, wie schön ist das. In einer kurzen Pause ans Meer gehen, im Mai oder im Oktober die ganze Woche bei angenehm warmen Temperaturen draußen zu sein, draußen zu arbeiten, inspiriert zu sein und gleichzeitig einige Tage am Stück sich auf ein Thema zu konzentrieren. Das sind wesentliche Elemente des Arbeitens in der Sonne. Und dieser Stil, diese besondere Art, einige Wochen im Jahr rauszunehmen aus dem normalen Alltag und mich mitsamt meiner Arbeit, meinem Laptop und meinem Rucksack in eine andere Umgebung zu verpflanzen, das ist sozusagen mein Geheimnis von viel mehr Lebensqualität und gleichzeitig hoher Produktivität.

Seit wir wissen, dass wir im Grunde viele Dinge, die man im Büro machen kann, auch ganz woanders machen kann, ist das im Grunde schon möglich. Mein Auslöser war im Grunde das Schreiben an meinem Buch, bei dem ich merkte, im normalen Alltag, im normalen Umfeld fehlt mir die Muße, da so lange dranzubleiben, dass ich wirklich vorankomme. Das auf der einen Seite und die Lust und Liebe für Sonne und Meer auf der anderen Seite, das führte bei mir dazu, einfach mal auszuprobieren, ob das nicht funktionieren könnte, sich mal eine Woche nach Mallorca, auf die Kanaren, woanders hin in die Sonne zu flüchten und dann dort am Stück zu arbeiten.

Arbeiten in der Sonne ist wie produktiver Urlaub

Ich habe das einige Male gemacht und daraus inzwischen einen hoch produktiv funktionierenden Stil und eine Arbeitsform entwickelt, die mir unglaublich viel Freude gemacht hat und macht und die gleichzeitig tatsächlich eine effiziente Form ist etwas erledigt zu bekommen. Aber wenn sie zurückkommen, dann ist es nicht das Gefühl, man hat eine Woche Arbeit hinter sich, sondern man hat viel geschafft, aber es fühlt sich an wie ein, zwei Wochen Urlaub. Das ist für mich eine großartige Methode, die ich schon in den letzten Jahren einige Male praktiziert habe und die schon lange möglich ist.

Das Interessante ist, dass durch die Pandemie ganz, ganz viele Menschen endlich verstanden und akzeptiert haben, dass man eben ganz viel auch von außerhalb des Büros erledigen kann. Bisher und unter Gesundheitsaspekten zwangsläufig nur auf Homeoffice gedacht, wird immer mehr Menschen klar, dass das, was man im Homeoffice machen kann, man ja natürlich auch überall sonst machen kann, wo man arbeiten kann und gutes Internet hat und dass das eben auch irgendwo sein könnte, wo man sich super gerne aufhält und gerne Urlaub macht. Das spricht sich gerade so langsam herum.

Entdecken Sie das Arbeiten in der Sonne

Und wenn wir im Moment durch verschiedene Medien blättern, auf Webseiten schauen, in sozialen Medien uns umschauen, dann explodieren regelrecht Bilder, Berichte und Reportagen von Menschen, die das Büro an den Pool verlegt haben, die aus einem Kurztrip gar nicht mehr zurückgekommen sind und wochenlang auf einer sonnigen Insel geblieben und von dort am arbeiten sind.

Das alles wird, glaube ich, mit dem Verschwinden der Pandemie, wenn wir wieder neue Freiheiten gewinnen, für viel mehr Menschen vorstellbar sein. Und alles das, was ich in den letzten Jahren für mich erprobt habe und herausgefunden habe, wie das wirklich gut funktioniert, dürfte in Zukunft für viel mehr Menschen möglich und vorstellbar werden. Und auch wenn das vielleicht noch ein paar Wochen dauert oder ein paar Monate, bis wir so entspannt auch wieder reisen können, möchte ich in der heutigen Podcastfolge diese Idee und meine Erfahrungen beschreiben und Sie schon mal ein bisschen mitnehmen auf die Reise zum Arbeiten in der Sonne, sodass Sie dann in einigen Wochen oder Monaten das vielleicht auch für sich, vielleicht im Herbst ausprobieren können. In diesem Sinne freuen Sie sich auf eine kleine Reise in die Sonne.

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Fachkräftemangel, Digitalisierung, New Work – der Wandel der Arbeitswelt stellt alte Sicherheiten in Frage. Jammern hilft nicht. Strategie schon.

Bringen Sie Zuversicht und Motivation in die Köpfe und Herzen Ihrer Zuhörer. Mit Vorträgen, die begeistern, ermutigen und zum Handeln anstiften. Provokant und relevant für alle, die Verantwortung für Unternehmen und Mitarbeitende tragen.

Arbeiten in der Sonne – Ortswahl

Bevor ich von meinen ganz speziellen Erfahrungen aus den letzten Jahren berichten möchte, will ich den Bogen noch ein bisschen größer spannen. Im Grunde geht es um den Denkansatz: Wenn wir schon von überall aus arbeiten können, dann können wir uns doch einen Ort wählen, an dem wir uns ganz besonders wohlfühlen und super gut und inspiriert arbeiten können.

Wo das ist, für wie lange das ist? Das kann höchst unterschiedlich sein. Das kann die Berghütte sein. Das kann eine Ferienwohnung in einer kleinen Stadt sein. Das kann in einem Wellnesshotel sein. Und es kann wie in meinem Fall auf einer sonnigen Insel oder in einer warmen Region sein. Und es kann für wieder andere für drei Monate auf Bali oder in Thailand sein. Der Möglichkeiten gibt es unendlich viele. Worum es mir geht, ist am konkreten Beispiel zu zeigen, wie man das gestalten kann und einfach zu inspirieren, selber unterschiedliche Stile und einen ganz eigenen Weg zu finden, um hohe Lebensqualität und eine produktive Arbeitsform miteinander zu verbinden.

Denkansätze zum Arbeiten in der Sonne

Dann möchte ich Sie mal mitnehmen zu so einer Reise zum Arbeiten in der Sonne. Vom grundsätzlichen Ansatz war das für mich immer klar: Ich möchte nicht sehr lange weg sein, weil ich eine Familie habe, mein Unternehmen ist so aufgestellt, dass ich da auch gerne immer wieder im Büro bin und mit meinen Kunden im engen Kontakt bin. Und weil das, als ich mit diesen Experimenten begonnen habe, vor drei, vier Jahren auch noch keineswegs normal war so viele Dinge über Videokonferenzen zu machen. Also war für mich naheliegend: Ich kann problemlos mal eine Woche weg sein, aber eben nicht drei oder vier Wochen oder gar Monate am Stück, wie das manche digitalen Nomaden machen.

Deswegen habe ich eben damit ausprobiert, eine ganz normale Arbeitswoche zu machen, die aber in eine andere Umgebung zu verlagern. Das heißt, ich nehme eine Arbeit, die ich gerne mache und für die ich mir länger Zeit nehmen will – in meinem Fall z.B. das Schreiben an meinem Buch. Es könnte aber auch ein Strategie-Konzept sein, ein Projekt-Konzept. Es kann eine wichtige konzeptionelle Aufgabe sein. Irgendetwas, worauf Sie sich gerne mal für eine längere Zeit, für einige Tage konzentrieren wollen.

Orte zum Wohlfühlen

Und dann suchen wir uns eine Umgebung, in der wir uns einfach pudelwohl fühlen und richtig gerne sind. Ich habe das an verschiedenen Stellen ausprobiert und bin im Grunde hängengeblieben in Palma de Mallorca, weil es eine wunderschöne Stadt ist mit einem tollen Strand, eine insgesamt schöne Insel, aber auch in der Stadt eine inspirierende Umgebung, in der ich alles finde, was ich für ein paar solche Tage reizvoll finde.

Und mein Alltag ist dann tatsächlich so, dass ich alleine reisend, mir dort eine schöne Bleibe gesucht habe und dann im Grunde jeden Tag etliche Stunden gearbeitet habe, genauso viel, vielleicht sogar mehr, als ich das an einem Bürotag gemacht hätte. Immer wieder in Einheiten von 60 bis 90 Minuten. Und dann habe ich immer wieder den Ort gewechselt. Also mein Arbeitsplatz war bei den allermeisten meiner Wochen beim Arbeiten in der Sonne fast immer draußen. Ganz, ganz selten, dass ich mal tatsächlich in einem Café oder im Apartment oder Hotelzimmer gearbeitet habe. Fast immer draußen.

Die Orte des Arbeitens wechsele ich dann sehr oft, weil es so einen wunderbaren Rhythmus gibt zwischen konzentriertem Arbeiten für eine Stunde, anderthalb oder zwei und dann braucht man auch wieder eine Pause. Eine Ortsveränderung. Mal was zum Abschalten. Und wenn man das in einer Umgebung tut, in der man, wenn man aufblickt vom Computer, nicht an eine Wand schaut, sondern über das Meer schaut. Wo man, wenn man Pause macht, ohne großen Anlauf direkt einfach am Strand spazieren oder mal eine Runde schwimmen kann, sich einen leckeren Kaffee in einem Café unter Palmen servieren lässt oder mal am Hafen entlang läuft. Dieser Mix aus hochkonzentriertem Arbeiten, egal wo man gerade ist und inspirierender Entspannung durch die besondere Umgebung, der macht für mich den Reiz aus.

Fokus beim Arbeiten in der Sonne

Besonders gut funktioniert das dadurch, dass man einerseits auf ein Thema konzentriert ist und dass diese schönen, inspirierenden Dinge eigentlich aber auch irgendwie belanglos sind, man dort keine Verpflichtungen hat und einfach nur sich inspirieren lässt und sich dann wieder, wenn man eine Idee hat, auf sein eigentliches Thema konzentriert.

Sie merken da schon, das ist eine andere Art zu reisen, als wenn man mit Partner, Familie oder Freunden unterwegs ist. Das lebt davon, dass sie alleine unterwegs sind, sie selbst und eine Idee, ein Thema, an dem man arbeitet. Alle anderen, mit denen man da vielleicht mal interagiert, sich kurz unterhält, jemanden kennenlernt. Das läuft im Grunde als Inspiration nebenher. Aber der Fokus ist wirklich auf dem einen Thema für das und mit dem ich eine Woche in die Sonne gegangen bin.

Urlaubsgefühl trotz produktivem Arbeiten in der Sonne

Das Faszinierende ist, dass eine solche Woche nicht nur sehr produktive Ergebnisse bringt, sondern sich ganz anders anfühlt als eine normale Arbeitswoche. Das fängt mit Sonne, Klima und draußen sein Können an. Wenn Sie eine ganze Woche jeden Tag draußen waren, strahlende Sonne, das Meer, eine schöne Umgebung gesehen haben, dann fühlen Sie sich am Ende der Woche, als ob Sie zwei Wochen Urlaub gehabt hätten. Dass Sie vielleicht trotzdem 8 Stunden konzentriert gearbeitet haben, das fühlt sich gar nicht so an, denn in der Zeit, in der ich konzentriert in meinen Computer schaue, ist es tatsächlich völlig egal, wo ich mich befinde, weil ich das sowieso um mich herum vergesse und voll in meinem Thema bin. Aber sobald ich aufschaue, macht es eben einen Unterschied, was ich dann sehe.

Die Stunden in der Mittagspause, am Abend finden dann in einer ganz anderen Umgebung statt und das ist hoch inspirierend und durch den Abwechslungsreichtum eben auch so, dass wir das Gefühl haben, wir haben viel mehr Zeit erlebt. Wir haben viel mehr Eindrücke und das macht die Zeit gefühlt länger und intensiver und gibt eine unglaublich gute Erinnerung.

Also das Grundgefühl ist mindestens so produktiv arbeiten wie im normalen Umfeld, aber wesentlich fokussierter und weniger gestört und unterbrochen. Und auf der anderen Seite eine tolle Qualität. In meinem Falle gerne sonnig und am Meer. Das kann für jemand anderen auch eine sehr grüne Region sein, oder das können die Berge sein. Sie müssen nur ein gutes Internet haben und sich dort wohlfühlen. Alles andere kann ganz individuell gestaltet sein.

Meine Vorgeschichte zum Arbeiten in der Sonne

Wenn Sie sich das so vorstellen, dann liegt der Impuls vielleicht nahe, das einfach mal auszuprobieren. Da kann ich Sie auch nur zu ermutigen. Gleichzeitig will ich auch ein bisschen zu meiner Vorgeschichte dazu erzählen, denn inzwischen habe ich das so für mich perfektioniert, dass es tatsächlich mit großer Vorfreude auf so eine Woche schon anfängt. Ich bekomme tatsächlich sehr viel in dieser Zeit erledigt und geschafft und habe gleichzeitig das Gefühl, ich habe ein, zwei Wochen Urlaub gehabt und komme im Grunde mit einem Grinsen im Gesicht zurück und fahre so auch schon los und kriege das Grinsen auch gar nicht mehr aus dem Gesicht raus.

Das Faszinierende ist, das, was da eine Arbeitswoche ist, fühlt sich an wie Urlaub. Es sind aber keine Urlaubstage. Es sind einfach Arbeitstage. Der private, persönliche Urlaub, der kommt einfach on top und da ist dann wirklich Pause. In diesem Fall ist es ja Arbeit nur in einer sehr viel angenehmeren, inspirierenden Umgebung.

Und wenn Sie das ganz geschickt anstellen und sehr gut dokumentieren, was Sie tun und warum Sie das dort tun, wo Sie es tun, dann ist der gesamte Aufwand dazu eine Betriebsausgabe oder wenigstens wesentliche Teile davon. Das ist dann gar nicht unbedingt notwendig, aber man kann das tatsächlich so weit treiben. Und daran hatte ich in den letzten Jahren einfach auch sehr viel Spaß und habe einiges ausprobiert, auch einige Erfahrungen gemacht, die ich wie gesagt, gar nicht verhehlen will. Denn so einfach die Idee klingt, so viele Hürden und Hindernisse sind da trotzdem möglicherweise im Weg, die am Ende dazu führen, dass sie vielleicht eine schöne Woche irgendwo verbracht haben, aber das gar nicht so produktiv war, wie man sich das vielleicht vorstellt. Es gibt nämlich tatsächlich einige Dinge zu beachten.

Worauf Sie beim Arbeiten in der Sonne achten sollten

Und beim Beachten denke ich gar nicht so sehr an das, was man einpacken oder wo man hinreisen kann, sondern vielmehr auch an das, was man so an innerer Haltung, innerer Freiheit, an Vorbehalten bei sich und anderen auch zu bearbeiten hat.

Bei mir ist in der Beschäftigung mit dem Thema im Ausprobieren, im Experimentieren ganz schnell auch die Lust entstanden, das zu dokumentieren und anderen Menschen, die etwas Ähnliches für sich realisieren wollen, dabei zu helfen, schneller gute Erfahrungen zu machen. Daraus sind eine Menge Videos, Checklisten entstanden und in Kürze wird es eine Möglichkeit geben, im Live-Kurs und dann im Online-Kurs die eigene Erfahrung des Arbeitens in der Sonne so vorzubereiten, dass sie eben schneller am besten von Anfang an zu richtig guten Erfahrungen kommen und so manches Lehrgeld, was ich gezahlt habe, nicht bezahlen müssen.

Arbeiten in der Sonne: Die richtige Einstellung

Was kann das aber sein, worauf man so achten kann oder muss? Ich fange mal mit dem für mich Allerwichtigsten an. Das waren tatsächlich diese Vorbehalte am meisten bei mir selbst und projiziert auch irgendwie im Umfeld. Dabei bin ich persönlich ja in einer privilegierten Situation. Als Unternehmer kann ich selbst entscheiden, welches Budget ich mir gebe und wann ich mir eine Woche Zeit nehmen möchte und will das dann einfach ausprobieren. Wenn ich das mit meiner Familie und meinen engsten Mitarbeitern abgestimmt habe, dann brauche ich sonst niemanden fragen und kann loslegen. Kein Genehmigungsprozess, kein Stress über eine Entscheidung, sondern eigentlich die völlige Freiheit. Und trotzdem, kann ich Ihnen sagen, war das für mich eine ganz schöne Herausforderung.

Also wenn man eine Dienstreise macht, weil man einen Kundentermin hat und fährt damit auch an einen schönen Ort, dann kann man das mal augenzwinkernd sagen, dass man vielleicht noch einen Tag in Salzburg geblieben ist, aber da hat niemand etwas dagegen. Aber eine Reise nach Mallorca zum Arbeiten eine ganze Woche, ohne dass man da hin muss? Boah, das hat mich schon ganz schön gefordert, mir das selber zuzugestehen und es auch entspannt und ohne Rechtfertigung anderen zu erzählen. Und Sie stoßen da auch auf alle möglichen Reaktionen. Da sind die einen, die lachen und glauben jaja, arbeiten, arbeiten wirst du dann nicht. Die glauben einfach nur, man macht da Urlaub, weil das so ein typisches Urlaubsziel ist. Und bei anderen da hat man vielleicht Sorge, dass da jemand neidisch wird. Darf man das Kunden erzählen?

Mit selbstsicherem Grinsen zum Ziel

Also es sind ganz viele Dinge, die mit dieser eigenen Selbstsicherheit und der Wirkung auf andere zu tun haben. Bis ich da für mich eine innere Linie und Klarheit gefunden habe, das einfach selbstbewusst und mit dem Grinsen im Gesicht zu erklären, was ich selber einfach habe in der Vorfreude, während dieser Touren, aber auch hinterher. Das ist ein ganz zentraler, wichtiger Punkt und Sie brauchen natürlich dafür für sich selbst eine innere Freiheit und die Akzeptanz Ihres Umfeldes. Wenn Ihr Partner/Ihre Partnerin, Ihre Mitarbeiter/Kollegen Sie permanent damit aufziehen oder Ihnen das das ganze Jahr vorhalten, dann haben Sie keinen Spaß bei so einer Geschichte. Also da will schon einiges im Vorfeld geklärt sein.

Arbeiten in der Sonne: Die richtige Umgebung

Ein nächster Aspekt ist die Frage: Was ist für mich die richtige Umgebung und zu welchem Zeitpunkt, an welchem Ort finde ich das? Ich bin ja begeistert von Palma, Mallorca, Sonne und Meer. Das ist toll im April, Mai, September, Oktober kann man sich tatsächlich in den Ecken, die ansonsten touristische Hochburgen sind, sehr entspannt bewegen. Da gibt es große und toll ausgestattete Hotels, die in der Nebensaison nicht voll ausgelastet sind. Da haben sie durchaus Platz. Da ist Platz am Pool, am Strand und in der Strandbar. Da können Sie Ihren Laptop aufklappen und mal zwei Stunden sitzen bleiben. Im Juli machen sie das nicht, da ist es viel zu heiß. Da wird gegrölt, da sind viel zu viele Leute, da stören Sie, wenn Sie da irgendwie arbeiten. Da würde am gleichen Ort alles andere dabei herauskommen als eine inspirierende und tolle Erfahrung.

Genauso ist es die Frage: Welche Umgebung passt für Sie? Ich habe viele Dinge ausprobiert, habe auch manches erlebt, wo ich vielleicht am falschen Ende gespart habe und dann ein Hotelzimmer am Ende des Tages zu klein, zu eng war oder das Hotel zu schlechtes WLAN hatte. Da sehr genau hinzuschauen und sich wirklich eine gute Umgebung zu suchen, ist ein enormer Erfolgsfaktor.

Eine Variante ist tatsächlich ein Apartment mitten in der Altstadt von Palma. Sie können das in jede andere Region oder Stadt übersetzen, die Ihnen sympathisch ist. Und Sie sind mittendrin. Dann möglicherweise ohne Auto einfach morgens aus dem Apartment raus und man ist in der Altstadt, setzt sich irgendwo ins Café, fängt an zu schreiben, frühstückt dabei und zieht dann weiter. Es kann eine wunderbare, inspirierende und fokussierte Form sein, an einer Stelle für einige Tage in eine andere Stadt einzutauchen und sich dort wohlzufühlen.

Eine zweite Heimat

Ein wichtiger Aspekt: Wenn Sie jedes Mal woanders hinfahren, ist die Gefahr riesengroß, dass Sie zu viel Zeit brauchen, um sich zurechtzufinden. Ich liebe diesen Ansatz, einer Art virtuellen zweiten Heimat, dass man so einen Ort für sich hat und entwickelt, an dem man wie so einen zweiten Wohnsitz hat. Aber das ohne Eigentum an Wohnung oder Haus, mit all dem Aufwand, der da dranhängt, sondern durchaus mit wechselnden Apartments, Hotelzimmern. Aber man kennt sich in einer Stadt oder in einer Region aus und hat sofort eine Idee, wo man hingehen könnte, wo man vielleicht passend zu dem, was man gerade tun oder schreiben oder konzipieren möchte, die richtige Umgebung hat und findet sich schnell zurecht und kann sich dadurch tatsächlich auf seine Aufgabe konzentrieren und ist nicht in der Versuchung, dauernd Sightseeing zu machen.

Eine ganz andere Variante ist tatsächlich, die touristische Infrastruktur zu nutzen. Also beispielsweise ein Strandhotel an der Playa de Palma etwas außerhalb von der Haupt-Partymeile und dann eine tolle Infrastruktur zu nutzen, gastronomisch perfekt versorgt zu sein, neue, gute Hotelzimmer zu haben, gutes WLAN und den Strand in der Nähe. Dann können Sie sich wunderbar einen abwechslungsreichen Tag organisieren, frühstücken im Hotel, setzen sich irgendwo für zwei Stunden in die Sonne, fangen an zu arbeiten, gehen dann irgendwo am Strand mal was essen, arbeiten wieder weiter, packen den Rucksack ins Hotel, machen eine lange Wanderung am Meer oder gehen schwimmen und eine Stunde später geht es wieder weiter. Und am Abend geht man dann vielleicht nochmal in die Stadt oder geht irgendwo hin, wo einfach viel los ist und man kriegt nochmal so ein bisschen Inspiration.

Jedem das Seine

Das muss einem aber auch liegen. Es gibt Menschen, die können sich wie ich mitten im Trubel völlig in der Aufgabe versenken und sind hoch konzentriert und genießen dann die Inspiration. Für andere Menschen bedeutet das Stress. Sie brauchen eine sehr viel ruhigere Umgebung. Und dann ist da vielleicht eine Berghütte oder ein Haus am See sehr viel geeigneter als ein Café mitten in Palma.

Zwei Bücher für Ihren Weg in die Zukunft der Arbeit

Wie Sie Firma und Führungskräfte in die Zukunft des Arbeitens führen

Fachkräftemangel, Digitalisierung, New Work – der Wandel der Arbeitswelt stellt alte Sicherheiten in Frage. Strategien für die Zukunft finden Sie in meinen beiden Büchern – mit vielen konkreten Tipps und Beispielen.

Starthilfe und Inspiration zum Arbeiten in der Sonne

Das sind jetzt nur einige der Fragen, die Sie im Vorfeld für sich klären sollten und für sich herausfinden können, was für Sie persönlich gut funktionieren kann. Ich habe ganz viel ausprobiert und ganz viele Erfahrungen gemacht. Vieles hat hervorragend funktioniert, anderes aber auch gar nicht. Aus all diesen Erfahrungen habe ich Videos produziert und Checklisten, die wir in den Shownotes verlinken. Ich werde das auch als begleiteten Prozess anbieten, dass Menschen, die das für sich erschließen wollen oder in ihrem Unternehmen erschließen wollen, dazu eine gute Anleitung haben und sich möglichst viele Dinge vorher klären, sodass sie sich für etwas entscheiden, was ihnen tatsächlich möglichst vom ersten Aufenthalt an richtig viel Freude macht. Und ob das dann in Mallorca, in einer anderen sonnigen Region, in den Bergen oder ganz in der Nähe ihres Zuhauses ist, das ist tatsächlich völlig Ihnen überlassen und letztlich einfach Geschmackssache und Stilfrage.

Auf meiner Website finden Sie eine ganze Menge Videos, in denen ich Sie quasi mitnehme zu meinen Arbeitsreisen in der Sonne. Da sehen Sie tolle Orte, an denen ich gearbeitet habe, aber von denen ich mich auch habe inspirieren lassen, die ich genossen habe. Und das ist so schön, wenn man einfach am Meer entlang laufen kann, wenn man zwischendurch schwimmen geht, wenn man an schönen Orten im Wechsel arbeitet. Das ist einfach für mich eine großartige Erfahrung. Also holen Sie sich da gerne ein bisschen Lust auf diese Art des Arbeitens.

Wandel in der Arbeitswelt

Worum es mir aber im Grunde genommen geht, ist ja der dahinterliegende Wandel in der Arbeitswelt, den wir schon vor Jahren im Grunde besprochen haben. Und vieles von dem, was ich zum Arbeiten in der Sonne aufgezeichnet habe, ist schon 2018/2019 entstanden. Schaut man sich das heute wieder an, stellt man fest, im Grunde ist das alles unverändert richtig. Man hat auch damals schon sehen können, dass wir vieles, was wir klassisch in Büros tun, auch ganz woanders tun können. Und zwar überall, wo man Internet hat, einen Laptop dabei hat und in seiner Firma darauf eingestellt ist, dass man auf alle Daten zugreifen kann, egal wo man ist. Also das ist keineswegs neu.

Es ist nur die Frage: Wer kann sich das vorstellen? Und da hat natürlich die Zeit dazwischen ganz schön viel verändert. Für mich hat die Entdeckung dieser Art des Arbeitens schon 2015 angefangen. Das war mal in einem Familienurlaub in Spanien, bei dem ich irgendwann feststellte, man hat am Pool super Handyempfang. Das Roaming war abgeschafft, d.h. man konnte zu relativ geringen Gebühren im Internet surfen, über WLAN, hatte einen guten Handyempfang. Und eigentlich, dachte ich, könnte ich dann hier auch arbeiten. Das wollte ich damals im Urlaub überhaupt nicht. Aber da entstand zum ersten Mal so die Idee: Hey, das wäre ja möglich. Ich könnte ja noch zwei Mal im Jahr dahin fahren zu unserem tollen Ferienhaus und könnte von dort aus mal arbeiten.

Arbeiten in der Sonne – das Experiment

Und dann hab ich das mal in Berlin ausprobiert. Einfach mal für zwei, drei Tage in die große, inspirierende Stadt, ohne dort einen Termin zu haben. Einfach eine Zeit für mich persönlich abtauchen und diese Inspiration der großen Stadt und eine freie Zeit für mein eigenes Thema mir herauszunehmen. Und ich habe dabei auch festgestellt: Hey, das fühlt sich gut an und wenn ich dort öfter bin, dann weiß ich, wo ich hingehen kann und habe so dieses Gefühl von zweitem Wohnort. Und dann hab ich das irgendwann in die Sonne verlagert und dann fing es an, so richtig Energie zu bekommen für mich.

Und was damals vor 2, 3 Jahren im Grunde in einer bestimmten Szene von digitalen Nomaden, von ortsunabhängig arbeitenden Menschen schon sehr normal war, das war für die allermeisten Firmeninhaber, Führungskräfte, Mitarbeiter gar nicht vorstellbar, obwohl es längst technisch gegangen ist.

Arbeiten in der Sonne – nach Corona

Das, was ich als Online-Produkt, als Beratungsleistungen für dieses Thema entwickeln wollte, das ist dann im Grunde mit dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie in den Standby Modus gegangen, weil das dann natürlich überhaupt nicht passte. Jetzt, wenn wir langsam aber sicher wieder eine Perspektive sehen, wieder zu einem normaleren Reisen zurückzukehren und eine Freiheit in der Wahl der Orte, an denen wir uns bewegen, wird es aber wahrscheinlich einen riesen Boost in diese Ideen bringen. Denn jetzt hat tatsächlich jeder verstanden: Arbeiten funktioniert auch virtuell, remote aus dem Homeoffice.

Und wenn wir nicht mehr im Homeoffice gefangen sind, dann kann sich das genauso verlagern zu Coworking Spaces, in Cafés, ins Ferienhaus, zu einer Wohnung bei Freunden, in die Stadt der Eltern oder guter Freunde. Oder eben, wie ich es jetzt relativ extrem exerziert habe, tatsächlich in Regionen, in denen andere Urlaub machen, vielleicht sogar bis hinein in die pulsierende Altstadt, in eine Ferienregion direkt am Meer. Wo auch immer für Sie das richtige Maß ist.

Ich glaube, wir können uns darauf einigen: Mit dem Verschwinden der Pandemie kommt die große Freiheit der Orte, an denen wir arbeiten. Immer mehr Firmen haben das verstanden und sagen, wo ihr arbeitet, liebe Mitarbeiter, ist völlig egal. Solange ihr verantwortlich eure Aufgaben erledigt und wir eine gute Kommunikationsstruktur haben, ist das alles möglich. Und dann wird es eben auch dazu führen, dass viel mehr Menschen Ideen wie das Arbeiten in der Sonne oder das Arbeiten dort, wo andere Urlaub machen, für sich als in Frage kommend betrachten und sich überlegen: Wie könnte das denn funktionieren?

Arbeiten in der Sonne – nicht nur für die Chefetage

Ich hatte damals, vor drei Jahren, vor allem die Menschen im Blick, die selbst als Unternehmer, als Inhaber die Freiheit haben, das für sich zu entscheiden, als Inspiration für die Chefs, denen das besonders gut tut mal rauszukommen und über sich und die Firma auch anders nachzudenken. Was ich inzwischen aber glaube, dass durch diese Entwicklung und die Erkenntnisse rund um Corona und diese unfreiwillige Homeoffice-Offensive es für viel mehr Menschen möglich wird, dass es auch viel mehr Unternehmen geben wird, die das ihren Mitarbeitern ermöglichen – sei es individuell einzelne Wochen oder auch längere Phasen ganz woanders zu sein zum Arbeiten oder das vielleicht auch mit Teams zu machen.

Also da wird es viel mehr Möglichkeiten geben und ich glaube es lohnt sich für jeden Arbeitgeber, für jede Führungskraft, sich mit solchen Dingen mal auseinanderzusetzen und sich zu fragen: Wie kann das produktiv sein für mich, für mein Team? Und wie kann ich so etwas auch nutzen als Anreiz, der einen unglaublichen Mehrwert an Lebensqualität und Wertschätzung für Mitarbeiter wie Unternehmen bringen kann, wenn es richtig eingesetzt wird?

In diesem Sinne, glaube ich, lohnt sich das für sich selber auch mal Dinge auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln. Wie funktioniere ich in so einem anderen Umfeld? Wie kann ich das einsetzen? Für welche Tätigkeit kann ich das machen? Will ich da ganz normal meine normale Projektarbeit machen? Das geht ja auch. Oder nehme ich mir eben bestimmte Zeiten für bestimmte Aufgaben, auf die ich mich dann absolut fokussiere? Dann holt man glaube ich nochmal eine höhere Produktivität aus dieser Art des Arbeitens heraus, als wenn man einfach nur seine normale Arbeit macht und die in eine schönere, inspirierende Umgebung verlagert. Aber auch das geht natürlich.

Arbeiten in der Sonne mit minimiertem Risiko

Vielleicht haben Sie Lust, noch ein bisschen mit mir am Strand entlang zu gehen, bevor wir zurückkehren in den normalen Alltag. Wenn Sie diese Art, die ein oder andere Woche oder zwei des Arbeitens in eine besondere Umgebung zu verlagern, inspirierend finden, dann schauen Sie auf meiner Website arbeitenindersonne.de vorbei. Da finden Sie weiteres Material und auch einen kostenlosen Video-Kurs, in dem ich Ihnen in sieben kurzen Videos zeige, wie das funktionieren kann und auf was es ankommt, für ein gelungenes Arbeiten in der Sonne.

Und wenn Sie dann, wenn das wieder möglich sein wird und wir wieder neue Freiheiten in der Wahl unserer Orte und Reiseziele haben, Lust haben, so etwas für sich selber auszuprobieren und nicht all die Erfahrungen und das Lehrgeld, was ich gezahlt habe, selber ausprobieren wollen, lade ich Sie ein zu einem Online-Kurs als Live-Online-Sessions, in denen ich all meine Erfahrungen mit Ihnen teile und wir gemeinsam im Kreis von Gleichgesinnten Ihr Konzept entwickeln, wo Sie sagen so passt es für mich, sodass Sie von der ersten Arbeiten in der Sonne Reise an mit vollem Erfolg und diesem berühmten Grinsen im Gesicht losfahren, aber auch zurückkommen und viele Dinge vorher klären, die Ihnen das Leben leichter machen. Wenn Sie Lust dazu haben, tragen Sie sich in unsere Warteliste ein. Wir melden uns dann bei Ihnen, sobald wir dieses Angebot freischalten.

In jedem Fall freue ich mich, wenn Sie über individuelle Formen des Arbeitens nachdenken und nicht nur über Büro oder Homeoffice. Wenn Corona geht, kommt die Freiheit des Arbeitens und es kann Coworkingspace Café, ein schöner anderer Ort oder tatsächlich das Arbeiten am Strand sein. So kann jeder die Form finden, in der er sich persönlich pudelwohl fühlt und hoch produktiv ist. Wo wir arbeiten, ist völlig egal. In diesem Sinne, frohes Schaffen.

Workation? So überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber.

Workation ist eine großartige Art des Arbeitens. Doch es gibt Vorbehalte bei Firmen und Führungskräften. Damit Sie die entkräften können, gibt es meinen neuen Leitfaden. Starke Argumente und jede Menge Inspiration. So überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber und starten bald zu Ihrer ersten Workation.

7 Ansatzpunkte für gelungene Trennungsprozesse im Unternehmen

Time to say Goodbye – Wie Sie gute Trennungprozesse gestalten

So ähnlich unsere ersten Arbeitstage mit gemeinsamem Frühstück und Blumen beginnen – so unterschiedlich sind die letzten Arbeitstage. Je nach Situation fallen die auch mal nüchterner aus. Aber wenn alles passt, lassen wir uns im Team etwas ganz Individuelles einfallen. Mal eine Schnitzeljagd im Wald, mal eine verrückte Challenge mit Stationen im Büro, mal gibt es ein Liederbuch mit selbst getexteten Liedern in einer Online-Verabschiedung zu Corona-Zeiten.

Und im Falle von Markus im Bild oben war seine Leidenschaft für aufregende Achterbahnen der Auslöser für einen überraschenden Trip in den Holiday Park. Bis zur Ankunft am Tor wusste er nicht, was ihn erwartet – umso größer war der gemeinsame Spaß. Ein toller Abschluss für eine sehr gute gemeinsame Zeit. Markus war zuvor 5 Jahre lang als Projektmitarbeiter und Projektleiter Teil unseres Teams. Seine Absicht, sich räumlich in seine alte Heimat zu verändern, war über ein Jahr vor seinem letzten Arbeitstag bekannt und wir haben gemeinsam eine gelungene Schlussphase seiner Arbeit gestaltet. Voller Einsatz bis zum Schluss, volle Unterstützung für seine Suche nach einem neuen Job und ein cooler letzter Tag. Ich halte das für angemessen. Wenn jemand Jahre seines Lebens mit Herz und Energie in die gemeinsame Arbeit gesteckt hat – kann man dann am Schluss einfach sagen „Danke und Tschüss“?

Zu schön, um wahr zu sein….

Vielleicht werden Sie jetzt denken – klingt ja cool, ist aber sicher die Ausnahme?

Da haben Sie schon recht. Verglichen mit dem, was in vielen Firmen „normal“ ist. Selbst bei uns gab es auch mal vereinzelt Verabschiedungen, die nicht so rundum fröhlich und entspannt waren. Das sind dann Anlässe mit Spannungen, bei denen irgendwie alle aufatmen, wenn ein Ende mit Anstand gelungen ist. Nicht immer kann man feiern. Nicht jeder Konflikt lässt sich vermeiden. Das stimmt natürlich auch. Auf die schwierigen Trennungen und die Empfehlungen für diese Fälle gehen wir in einer späteren Folge näher ein.

Heute geht es um die gelungenen Abschiedsprozesse. Tatsächlich gelingt uns das Gros unserer Abschiede eher wie oben beschrieben. In den heutigen Impulsen zeige ich Ihnen, wie Sie die Qualität Ihrer Trennungen deutlich erhöhen.

Warum Sie das tun sollten?

  • Weil das sehr viel angenehmer ist für alle.
  • Weil das viel Geld und Ärger spart.
  • Weil das ein tolles Signal für alle Mitarbeiter ist, die sich noch weiter im Unternehmen engagieren wollen.
  • Weil das ein gelungener Abschluss für die Zusammenarbeit ist, der in Erinnerung bleibt.
  • Weil das ein Auftakt für eine neue Beziehung als Alumni und vielleicht späterer Kunde oder Kooperationspartner ist.
  • Weil es eine tolle Werbung für Sie als Arbeitgeber ist, wenn ehemalige Mitarbeiter gerne auf die gemeinsame Zeit zurückschauen und Sie aktiv weiterempfehlen.

Aber Achtung: Wenn Sie das alles nur machen, um diese Wirkungen zu erzielen und Sie es nicht persönlich ernst meinen – dann lassen Sie es besser 😉. Das merkt man nämlich.

7 Ansatzpunkte für gelungene Trennungsprozesse

Heute geht es um ein positives Bild: Was ist möglich? Wie können Trennungsprozesse ablaufen, wenn richtig gut geführt wird? Und zwar nicht nur, wenn Mitarbeiter gehen, weil Sie einen neuen Lebensmittelpunkt oder -abschnitt einläuten wollen.

Im Podcast gibt es auch Beispiele, in denen die Initiative zur Trennung vom Unternehmen ausging. Auch das kann mit Anstand und Würde gelingen. Ich erzähle von 4 Trennungsgeschichten, die wir alle in unserem Unternehmen ganz praktisch erlebt und gestaltet haben.

Hier möchte ich Ihnen 7 wichtige Ansatzpunkte beschreiben, mit denen Sie die Qualität Ihrer Trennungen entscheidend verbessern. Dass die Ideen für den Abschlusstag erst ganz am Ende kommen, dürfte klar sein. Die wirklichen Ursachen legen sie nämlich früher. Sehr viel früher.

1. Haltung, Haltung, Haltung

Die am tiefsten gründende Haltung ist die Perspektive auf die Zusammenarbeit zwischen Firma und Mitarbeiter. Wer sich nur für die Funktion als Arbeitskraft interessiert, den Menschen aber kaum wahrnimmt, hat keine Chance auf Schlussphasen wie oben beschrieben. Vielmehr empfehle ich ein Verständnis, nach dem die Lebensplanung des einzelnen Menschen zuerst kommt. Je klarer die ist, desto besser die Grundlage, um gemeinsam auszuloten, welche Rolle im Unternehmen für welche Zeitraum den einzelnen Menschen in seinen Lebenszielen unterstützt.

Das eine Zusammenarbeit im Unternehmen immer eine gemeinsame Reise für eine bestimmte Zeit ist, sollte klar sein. Ich bin ein großer Fan von langen Verweildauern. Denn dadurch kann Kultur entwickelt und stabilisiert werden, dadurch entsteht hohe Wertschöpfung und Nachhaltigkeit. Spüren Mitarbeiter, dass die Köpfe im Unternehmen ein wertschätzendes, am Menschen interessiertes Weltbild haben und die Unterstützung des persönlichen Lebensweges ehrlich meinen – dann ist das die Voraussetzung für die nötige Offenheit und das Vertrauen, das es von beiden Seiten braucht. Und diese Haltung ist die Grundlage dafür, auch als Unternehmen klare Anforderungen und Erwartungen auch für die Schlussphase der Zusammenarbeit zu formulieren. So wird eine win-win-Lösung daraus.

2. Formulieren Sie klare Erwartungen und stehen Sie zu Ihrem Wort

Nur weil bestimmte Spielarten von Trennung weit verbreitet sind und „normal“ zu sein scheinen, ist das noch lange nicht richtig. „Normal“ scheint, dass Trennungen so kurzfristig wie möglich kommuniziert werden. Normal scheint, dass Schlussphasen von Frust, hohen Krankheitstagen und schlechten Übergaben geprägt sind. Wenn man es nicht anders kennt und aus dem eigenen Umfeld ständig solche Dinge hört und miterlebt – wie soll man als Mitarbeiter glauben können, dass es auch anders geht, wenn Sie das nicht klar und offensiv kommunizieren?

Haben Sie den Mut, klare Erwartungen zu formulieren. Das ist ein Geben und Nehmen. Sagen Sie, dass Sie wünschen, dass auch das Ende der Zusammenarbeit gemeinsam erfolgreich gestaltet wird.

Laden Sie dazu ein, Veränderungsideen so frühzeitig wie möglich zu kommunizieren. Das gibt Ihnen die Chance, einen Übergang vorzubereiten. Dafür müssen sich alle darauf verlassen können, dass aus der frühen Kommunikation keine Nachteile entstehen – weder emotional noch finanziell. Dazu müssen Sie stehen. Felsenfest.

Formulieren Sie klar, wie Sie sich ein gutes Ende vorstellen – bzgl. der Kommunikation, der Übergabe, des Abschlusses eigener Projekte. Auch für diejenigen, die gehen, ist es viel befriedigender, ein bestelltes Feld zu hinterlassen und mit einem zufriedenen Blick zurück gehen zu können. Das das so selten passiert, hat viel mit (unnötigem) Frust zu tun.

Vorträge, die begeistern und Wirkung zeigen

Fachkräftemangel, Digitalisierung, New Work – der Wandel der Arbeitswelt stellt alte Sicherheiten in Frage. Jammern hilft nicht. Strategie schon.

Bringen Sie Zuversicht und Motivation in die Köpfe und Herzen Ihrer Zuhörer. Mit Vorträgen, die begeistern, ermutigen und zum Handeln anstiften. Provokant und relevant für alle, die Verantwortung für Unternehmen und Mitarbeitende tragen.

3. Sprechen Sie mutig über Perspektiven inkl. Abschied

Stellen Sie sich ein Mitarbeiter-Entwicklungsgespräch vor.

Fragen Sie Ihre Mitarbeitenden „Wie lange planst Du noch hierzubleiben? In welcher zeitlichen Perspektive siehst Du Deine Rolle?“

Mutige Frage? Ja und nein.

Nur weil wir ein Thema nicht ansprechen, ist es doch nicht weg. Es geht hier nicht um Festlegungen. Oft kann man das nicht für Jahre im Vorhinein planen. Aber gute Führungsgespräche haben die ganze Entwicklung im Blick – auch über den gemeinsamen Weg hinaus. Das bietet gute Gelegenheiten, Erwartungen zur Endphase einer Zusammenarbeit zu klären und Vereinbarungen zur Kommunikation von Veränderungen zu klären.

Wenn Sie gut führen, sind Sie die erste Person,
die von Veränderungswünschen Ihrer Mitarbeiter erfährt.

Führen Sie schlecht, sind sie die letzte.

Oft erfahren Führungskräfte erst mit der Kündigung, dass jemand eine Veränderung braucht.  Das ist zu spät. Sprechen Sie regelmäßig über die langfristige Lebensplanung und Entwicklungsabsichten, haben Sie viele Chancen, gemeinsame Wege zu gestalten. Meistens haben gute Chefs viel mehr Möglichkeiten, Lebensziele und -wünsche zu unterstützen, als Mitarbeitende sich vorstellen können.

Rollen können sich verändern, Menschen können in andere Jobs in der Firma hineinwachsen. Sabbaticals können eine Weltreise ermöglichen, ohne kündigen zu müssen. Remote-Jobs erlauben an Bord zu bleiben und trotzdem in eine andere Region zu ziehen. Will sich jemand selbständig machen, kann die alte Firma der erste Kunde sein oder Chef Geldgeber für die Selbständigkeit. Oder die neue Firma wird gleich eine Tochter des alten Arbeitgebers.

Wer nicht über den Tag hinaus denkt, fragt und spricht – hat diese Chancen nicht.

4. Entwickeln Sie einen klaren Prozess

In vielen Firmen mangelt es ja schon am Einarbeitungsprozess. Der „Ausarbeitungsprozess“, wie wir den genannt haben, ist noch viel seltener gut strukturiert. Dabei ist er nicht weniger wichtig. Die Vorgehensweise ist von Person zu Person, von Stelle zu Stelle unterschiedlich. Mit der Kenntnis einer Trennungsabsicht geht´s los.Die Schlussphase einer Zusammenarbeit ist ein Projekt. Klären Sie gemeinsam Ziele, entwickeln Sie einen Fahrplan und sorgen Sie für eine gute Motivation bei allen Beteiligten. Legen Sie Verantwortlichkeiten fest. Checklisten helfen bei den organisatorischen Dingen. Klare Rollen und Aufträge helfen für eine gute Knowhow-Weitergabe zu sorgen.

Ein sauber aufgesetztes Procedere für die Kommunikation sorgt für Vertrauen, vermeidet Gesichtsverlust und verhindert unnötige Verunsicherung. Ab dem Moment einer Entscheidung, starten Sie die Klärung der Nachfolge.

Aus meiner Erfahrung wichtig: Eine Veränderung ist immer eine Chance, Strukturen zu überprüfen und ggf. weiterzuentwickeln.

Ist die bisherige Stellenstruktur noch passend für die Zukunft? Würden uns nicht andere Kompetenzen weiterbringen? Können wir bestehende Stellen verändern und ein ganz anderes Profil ausschreiben? Wie können wir Entwicklungsmöglichkeiten für die bleibenden Kollegen eröffnen?

5. Kommunizieren Sie klar und gesteuert

Rund um Trennungen blüht die Gerüchteküche oft auf. „Hast Du schon gehört?“ „Was ist denn da los gewesen?“ „Kommt da noch mehr?“ „Alle guten Leute gehen“ – Sie können sich das ausmalen und kennen vermutlich viele solcher Beispiele.

Im Idealfall ist die Trennungsabsicht im ganz kleinen Kreis besprochen, verdaut und das Vorgehen geklärt. Dann kommunizieren Sie gemeinsam und in angemessener Form. Legen Sie gemeinsam fest, wer wen informiert. Vielleicht braucht es ein abgestimmtes Wording. Vor allem braucht es eine gute Vertrauensbasis und gemeinsames Verständnis. Dann muss man nicht auf jedes Wort achten, weil sich niemand verbiegen muss. Informieren Sie das betroffene Team und beziehen Sie Menschen in die Überlegungen zu Abschluss und Übergabe mit ein. Entwickeln Sie gemeinsam die richtige Kommunikation zu Kunden und Partnern.

Wenn alles gut läuft, können Sie mit der Verkündung der Neuigkeit nach außen, bereits direkt die Nachfolgeperspektive kommunizieren. So entstehen erst gar kein Vakuum, keine Verunsicherungen und keine Gerüchte. Das gelingt aber eben nicht zufällig und nicht von alleine.

6. Schaffen Sie motivierende Ziele für die letzte Phase

Ehe man den Abschluss der Zusammenarbeit planen kann, brauchen vielleicht beide Seiten ein paar Tage „Verdauungszeit“. Das gilt für den Arbeitgeber, wenn jemand seinen Abschied verkündet, den man gerne noch ein paar Jahre an Bord gehabt hätte. Das gilt auch für Mitarbeiter, die mit der Erkenntnis leben lernen müssen, dass der Arbeitgeber mit ihrer Leistung nicht zufrieden war. In beiden Fällen kommt es darauf an, das Unvermeidliche zu akzeptieren, persönliche Betroffenheit zurückzustellen und gemeinsame Ziele zu entwickeln.

Wie wünschen wir uns den Abschluss? Was soll noch zu Ende gebracht werden? Welcher Eindruck soll bleiben? Was würden Sie gerne noch gestalten, umsetzen, weitergeben? Was können wir sofort übergeben?

Auch das ist ein Geben und Nehmen. Der Lohn: im Idealfall produktive Arbeit bis zum Schluss und keine Angst vor Sabotage, Fehlern oder Datenverlusten. Da hinein ein paar Tage Arbeit und Aufmerksamkeit zu stecken ist immer sinnvoller, als misstrauische Kontrollen machen zu müssen, auf den letzten Metern das Krankheitstagekonto nochmal hochzufahren, über Freistellung nachzudenken oder vorm Arbeitsrichter zu streiten.

Das gilt im Übrigen auch bei den weniger freiwilligen Abschieden. Mehrfach haben wir in der Schlussphase scheidenden Mitarbeitern intensive Unterstützung in der Klärung von Perspektiven und Suche nach neuen Jobs angeboten. Sei es als Coaching, durch Kontakte oder einfach durch flexible Zeitgestaltung zur Unterstützung der Jobsuche.

7. Gestalten Sie einen würdigen Abschluss

Sind alle vorhergehenden Schritte gut gelungen, dürfen Sie auch noch Zeit in den letzten Punkt investieren: einen würdigen Abschluss finden.

Ob Sie das so aufwändig machen, wie wir das etabliert haben, ist eine Frage von Stil und gewünschter persönlicher Intensität. Wählen Sie eine Form, die zu Ihnen passt und die Sie auf ähnlichem Niveau dann auch durchhalten wollen.

Vielleicht haben Sie eine Form gefunden, mit Ihren Ehemaligen in Kontakt zu bleiben. Dann können Sie mit dem Abschied die Beitrittserklärung zu Ihren „Alumnis“ überreichen. Vielleicht gibt es ein schönes Geschenk. Das wichtigste aber ist immer die persönliche, individuelle und ehrlich gemeinte Würdigung von Mensch und Einsatz. Das ist das, was bleibt.

Ich weiß, dass ich hier ein sehr optimistisches Bild zeichne. Ich weiß aber, dass diese Qualität möglich ist. Und dass es sich lohnt, dafür einiges zu investieren. Wir haben zur Entwicklung dieser Kultur ein paar Jahre gebraucht. Je stabiler diese Kultur ist, desto leichter wird es und desto klarer ist für alle Beteiligten Ihre Art von guten Abschlüssen.

Wer vorm Ende einer Zusammenarbeit keine Angst haben muss, kann in der Zeit der Zusammenarbeit mit Leichtigkeit vollen Einsatz zeigen. Nichts schafft mehr Vertrauen als zu erleben, wie wertschätzend Kollegen verabschiedet werden.

Gelungene Verabschiedungen sind eine Kraftquelle für die ganze Firma.

Podcast – Time to say Goodbye: So gelingen Trennungsprozesse

Vertragsunterschrift, erster Arbeitstag, die erste Zeit im Unternehmen: Am Anfang ist meist alles toll. Doch wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, zeigt sich erst die wahre Firmenkultur. Sind Führung und Vertrauen gut ausgeprägt, können auch Verabschiedungsprozesse eine gute Zeit sein. Anhand sehr konkreter Beispiele erkläre ich in meiner aktuellen Podcastfolge, wie das gelingen kann.

38 Time to say Goodbye: So gelingen Trennungsprozesse

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Weitere Informationen

Beim Einstieg sind alle Firmen cool. Die wahre Firmenkultur zeigt sich bei der Trennung von Mitarbeitern. Verlassen Mitarbeitende das Unternehmen, steht viel auf dem Spiel. Knowhow geht verloren, oft entstehen teure Lücken bis zur Nachbesetzung. Auch emotional sind solche Prozesse häufig anstrengend und manchmal konfliktreich. Das muss nicht sein. Sind Führung und Vertrauen gut ausgeprägt, können auch Verabschiedungsprozesse eine gute Zeit sein. Wie das gelingen kann, darüber spreche ich heute – mit sehr konkreten Beispielen.

Podcastfolge #38

Time to say Goodbye: So gelingen Trennungsprozesse

Themen:

  • Was auf dem Spiel steht, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.
  • Abschied mit Stil: wie es besser geht und was Sie dazu brauchen.
  • Fallbeispiel 1: Wechsel in der Geschäftsführung – von langer Hand vorbereiteter Wechsel.
  • Fallbeispiel 2: Zurück in die Heimat – voll im Job bis die neue Aufgabe gefunden war.
  • Fallbeispiel 3: Wenn es doch nicht passt – mit gutem Feedback zu neuen Perspektiven.
  • Die Ursachen für gute Trennungen werden sehr viel früher gelegt.

Time to say Goodbye

So gelingen Trennungsprozesse

Wenn Mitarbeiter bei einem Unternehmen beginnen, zeigen sich die Firmen von ihrer besten Seite. Die wahre Firmenkultur, die wahren Werte werden aber sichtbar, wenn die Zusammenarbeit endet. Heute geht es genau darum, wie Trennungs- und Verabschiedungsprozesse zwischen Firma und Mitarbeitern gelingen können.

Wenn wir über Arbeitgeberattraktivität und People Strategy sprechen, dann schauen wir viel auf den Bereich der Mitarbeitergewinnung, der Einarbeitung und all diesen wichtigen Phasen am Anfang der Zusammenarbeit. Heute möchte ich mit Ihnen an das andere Ende der gemeinsamen Reise schauen, nämlich auf die Phase, in der die Zusammenarbeit endet und man sich verabschiedet. Das ist eine oft ein bisschen als Tabu behandelte Phase und man könnte versucht sein zu sagen: Na ja, dann ist es eh vorbei, die Zusammenarbeit, dann ist es nicht mehr so wichtig. Doch genau diese Einstellung trügt, denn die Art und Weise, wie ein Unternehmen eine Zusammenarbeit beendet, ist eine enorm unter Beobachtung stehende Verhaltensweise. Die wirkt auf alle, die im Unternehmen sind und sie wirkt auch nach außen. Deswegen ist es so entscheidend, auch diese Phase des Zusammenarbeitens gut reflektiert und entwickelt zu haben in der eigenen Unternehmenskultur.

Konfliktreiche Trennungsprozesse

Dass da eine Menge auf dem Spiel steht, das wird einem klar, wenn man sich anschaut, wie Verabschiedungs- und Trennungsprozesse in der Praxis in vielen Unternehmen heute ablaufen. Da gibt es die unterschiedlichsten Ausprägungen und natürlich ist es auch ein riesiger Unterschied, ob das eine sehr konfliktreiche Trennungsphase mit einer langen Vorgeschichte war, ob das Unternehmen kündigt, weil es unzufrieden ist mit den Leistungen des Mitarbeiters oder ob Mitarbeitende von sich aus diejenigen sind, die sagen Ich möchte das Unternehmen verlassen.

Häufig entstehen Situationen, die sehr konfliktreich sind und dann im Falle einer Kündigung zu einem sofortigen Freistellen führen, was ja bedeutet, dass eine Person noch einige Zeit ein Gehalt erhält, aber gar nicht mehr leistet. Das ist mindestens teuer, obwohl es manchmal das geringere Übel ist. Das lässt natürlich auf die Gesamtsituation bezogen auch tief blicken.

Dicke Luft

Es gibt Verabschiedungsprozesse, die sind seit langer Zeit von dicker Luft begleitet, schon vorher, bevor es dann zu einer Entscheidung kommt, egal von welcher Seite die dann getroffen wird. Es gibt Situationen, da kommt die Kündigung eines Mitarbeiters aus mehr oder weniger heiterem Himmel und gleich nach der Kündigung dann vielleicht noch die Erklärung, dass von den zwei Monaten verbleibender Zeit in der Kündigungsfrist irgendwie 45 Tage Resturlaub noch abzufeiern sind und man eigentlich dann schon Ende nächster Woche nicht mehr da ist. So etwas kostet mindestens unglaublich viel Know-how und eine richtige geordnete Übergangsphase oder gar Einarbeitung. Daran ist dann überhaupt gar nicht zu denken.

Umgekehrt führt es auch oft, wenn das so ganz plötzlich dann kommt und nicht von langer Hand vorbereitet sein kann, zu langen Phasen, in denen eine Stelle einfach nicht besetzt sein kann. Je stärker der Fachkräftemangel wird, desto mehr wird es passieren, dass Unternehmen wichtige Stellen gar nicht so schnell wieder besetzen können. Das kostet mindestens Geld, Mitarbeiter, die das auffangen müssen, leiden darunter und im Grunde hat es auch wieder ganz teure Auswirkungen.

Geistig bereits abwesend

Auch nicht viel besser ist es, wenn jemand mit langem Vorlauf kündigt oder gekündigt wird und dann noch lange da ist, aber eigentlich nicht mehr wirklich produktiv gearbeitet wird und eigentlich alle mehr oder weniger den letzten Arbeitstag herbeisehnen.

Und ein weiterer Aspekt, an dem sehr viel Schaden verursacht wird, ist eine schlechte oder ungesteuerte Kommunikation über solche Prozesse. Das kann damit zu tun haben, dass die falschen Leute zuerst informiert werden oder dass Dinge über den Flurfunk sich verbreiten, aber gar nicht sauber transportiert sind oder, auch nicht zu unterschätzen, dass man sich von einem Mitarbeiter trennt und andere Kollegen dadurch sehr verunsichert sind und vielleicht gerade die Falschen anfangen, sich selber umzuschauen, weil sie sich nicht sicher sind, ob ihre Position sicher ist.

All das sind Entwicklungen, die in dem Moment und in der Phase der Trennung sichtbar werden, aber allesamt ihre Ursache deutlich vorher haben. Und das kann ich auch schon vorwegnehmen: In der Phase der Trennung kann man manches richtig machen, aber die wirklichen Erfolgsursachen für gute Trennungsprozesse mit Stil werden längst vorher gesetzt und begründet.

Trennungsprozesse – eine Herausforderung für Führungskräfte

Trennungs- und Verabschiedungsprozesse zu gestalten, gehört wahrscheinlich zu den herausforderndsten Aufgaben für Führungskräfte, Unternehmer und Geschäftsführungen. Und trotzdem ist es eine wichtige Chance, hier eine entscheidende Phase gut und produktiv zu gestalten und ein wichtiges Signal in Richtung aller Menschen, die an Bord sind und weiterhin bleiben, zu senden, wie auch in den Arbeitsmarkt.

Trennungen sind natürlich ganz unterschiedlich, ob das in einer Atmosphäre von Vertrauen und guter Zusammenarbeit gelingt oder in einer sehr Konflikt behafteten, gibt natürlich völlig andere Prozesse. Mit der heutigen Folge möchte ich eine sehr positive Sicht auf gut gelungene Verabschiedungsprozesse richten und das unterlegen mit ganz praktischen Beispielen von unterschiedlichen Prozessen, wie wir sie in meinem Unternehmen auch tatsächlich erlebt und gestaltet haben – wohl wissend, dass das nicht immer so gelingt und auch bei uns nicht immer genau so gut gelungen ist.

Wohl wissend auch, dass es Prozesse gibt, bei denen das Unternehmen sich von Mitarbeitenden trennen will, trennen muss, möglicherweise das auch schneller und mutiger tun sollte, als viele sich das trauen und in dem Wissen, dass es dort ganz andere Herausforderungen, auch arbeitsrechtliche Herausforderungen geben wird und gibt, werde ich dazu später eine eigene Podcastfolge mit einer Expertin, einem Experten aus dem Arbeitsrechts-Thema machen. Also das gehört als Vorbemerkung dazu, denn Sie werden sehen Das, was ich Ihnen als Praxisbeispiele aus meinem/unserem Unternehmen zeige, sind durchaus Verabschiedungsprozesse, die wesentlich positiver und produktiver gelaufen sind, als viele Menschen das in der Regel erleben.

So können gute Verabschiedungsprozesse funktionieren

Bevor ich die praktischen Beispiele erzähle, möchte ich diese Idealsituation, wie aus meiner Sicht gute Verabschiedungen funktionieren können, noch ein bisschen beleuchten.

Wer regelmäßig meinen Podcast hört, kennt diese Aussage: Wenn Mitarbeiter und Unternehmen zusammenarbeiten, dann ist es klug, wenn Führungskräfte eine Haltung haben, dass die Lebensentwicklung, die Lebensziele, die persönliche Planung des einzelnen Menschen im Grunde vor der Planung des Unternehmens kommen muss.

Ich glaube, es ist klug, wenn man wirklich Engagement haben möchte als Unternehmen, dass man Mitarbeiter auch immer wieder nach ihren Zielen in den nächsten Jahren fragt und eine hohe Transparenz ermöglicht, dafür offen ist, entsprechend fragt und zuhört, gute Mitarbeiterentwicklungsgespräche führt und dabei auch nicht sich scheut zu fragen: Wie lange planst du mit uns? Wie sieht deine Lebensplanung aus?

Offene Kommunikation im Unternehmen

Dahinter steckt einerseits die Überzeugung: Wenn ich mit einem Menschen offen über dessen Lebensplanung spreche, besteht auch die Chance, dass ich sehr früh in Überlegungen eingeweiht werde und damit die Möglichkeit habe, auch mitzugestalten. Und es hat natürlich den Vorteil, dass in dem Maße, in dem das, was ein Mensch sowieso in seinem Leben erreichen will, durch das, was ich ihm im Unternehmen anbieten kann, gut unterstützt wird, dann eben auch ein wirklich großes Engagement dabei herauskommt und das ist eine wirklich erfüllende Zusammenarbeit ist und nicht nur Dienst nach Vorschrift.

Man kann es im Grunde so zuspitzen, wenn Sie als Führungskraft richtig gut führen und eine Nähe und Vertrauen zu Ihren Mitarbeitenden haben, dann sind Sie die erste Person im Unternehmen, die erfährt, wenn der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin sich mit Veränderungsgedanken tragen. Das müssen Sie sich auf der Zunge zergehen lassen. Wenn Sie es schaffen, dass Sie die erste Person sind oder vielleicht die zweite oder dritte im Unternehmen, die von einer Veränderungsidee oder Überlegung erfährt, dann sind Sie in der traumhaften Situation mit dem Mitarbeiter zusammen überlegen zu können, ob es Veränderungsmöglichkeiten im Unternehmen gibt, die es ermöglichen, dass eine leistungsfähige gute Kraft länger bei ihnen bleibt und erfüllt und zufrieden bei ihnen bleibt.

Vertrauen als Basis für gute Entscheidungen

Für viele Führungskräfte ist genau das Gegenteil der Fall. Die erfahren als allerletzter von einem Veränderungswunsch, nämlich mit der Kündigung. Wenn das die Realität ist, haben Sie natürlich ganz wenige Möglichkeiten, nochmal Dinge zu gestalten. Und leider ist es in vielen Unternehmen so, dass das Verhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter nicht so nah und so gut ist, dass dieses Vertrauen und die Offenheit besteht, dass Mitarbeiter selbst bei Themen, bei denen sie sich überlegen, vielleicht das Unternehmen zu verlassen, mit ihrer Führungskraft sprechen.

Aber genau das wäre das Richtige, denn dann haben sie die Chance, entweder eine Veränderung herbeizuführen und jemanden im Unternehmen zu halten, oder wenn jemand für sich aus übergeordneten, persönlichen Gründen eine Entscheidung getroffen hat, in eine andere Region, in ein anderes Berufsfeld, in eine ganz andere Firmenkultur zu wechseln, wenn diese Entscheidung getroffen ist, dann geht es nicht mehr darum, jemanden davon abzubringen oder ihm ein schlechtes Gewissen zu machen, sondern dann geht es darum, den Übergang möglichst stilvoll und gut zu gestalten.

Wissen Sie das früh, dann haben Sie alle Chancen der Welt für eine gute Nachfolge, für eine gute Kommunikation und einen Abgang mit Stil und einem Gläschen Sekt am letzten Arbeitstag anzutreten und das zu erreichen. Und das ist genau das Idealbild, das für mich zu einem richtig guten Arbeitgeber gehört. Dass das so funktionieren kann und wie das funktionieren kann, erzähle ich Ihnen gleich an ganz praktischen, selbst erlebten und gestalteten Beispielen.

Praktische Fallbeispiele für gelungene Trannungsprozesse

Lassen Sie uns beginnen mit zwei Fallbeispielen, die sich dadurch auszeichnen, dass Mitarbeitende selbst diejenigen waren oder sind, die eine Veränderung anstreben, die zum Wechsel des Unternehmens und zum Verlassen führt.

Jetzt bin ich ja ein Freund von langfristiger Verweildauer im Unternehmen, weil das natürlich für alle Beteiligten sehr wertschöpfend sein kann, wenn es gut passt. Aber die Zusammenarbeit in einem Unternehmen ist dennoch in der Regel eine Reise auf Zeit. Das können einige wenige Jahre sein. Es können viele Jahre sein. Gut ist die gemeinsame Reise immer dann, solange alle mit voller Energie und vollem Engagement bei der Sache sind und sich dadurch tatsächlich auch eine hohe Produktivität einstellt.

Dass trotzdem Menschen ein Unternehmen nach einer tollen Zeit verlassen, kann ja ganz unterschiedliche Gründe haben. Das kann damit zu tun haben, dass Menschen in eine andere Region umziehen wollen, die Arbeit aber eine Präsenz vor Ort erfordern würde. Das kann auch damit zu tun haben, dass Menschen in einer neuen Lebens- und Entwicklungsphase eine ganz andere Umgebung suchen, vielleicht mal in einem großstädtischen Bereich, statt im ländlichen Raum zu arbeiten, vielleicht in einem großen Unternehmen statt in einem kleinen zu arbeiten. Und gerade in kleinen Firmen kann man einfach nicht alle Entwicklungspotenziale in der eigenen Firma anbieten und abbilden. Von daher wird es nicht ausbleiben, dass Menschen auch immer wieder mal gehen und neue Perspektiven und Horizonte für sich einfach außerhalb des Unternehmens suchen.

Trennungsprozesse in der Geschäftsführung

Ich beginne mit dem Beispiel meiner früheren Geschäftsführungskollegin in einem Tochterunternehmen. Als wir zusammengefunden haben, war die Aufgabe, einen Geschäftsbereich weiterzuentwickeln und langfristig nach vorne zu bringen. Die zeitliche Perspektive waren eben so drei, vier Jahre, zumal sie bisher in keiner beruflichen Station länger als drei Jahre im Grunde verweilt hatte, weil sie dann immer wieder nach neuen Ufern strebte und genau mit dieser Initiative und diesem strategisch unternehmerischen Weitblick auch das mitbrachte, was ich mir für mein Unternehmen vorgestellt habe.

Aus diesen drei Jahren wurden nachher tatsächlich mehr als acht Jahre einer absolut abwechslungsreichen und erfolgreichen Zusammenarbeit, also eine viel längere Phase, als wir uns das beide am Anfang vorgestellt hatten. Dass irgendwann der Punkt kommt, an dem es sie zu neuen Ufern zieht, war so gesehen von Anfang an irgendwo immer wieder klar. Und es ist tatsächlich so gewesen, dass wir bereits zwei Jahre vor der Verabschiedung Gespräche geführt haben, dass dieser Zeitpunkt nun langsam naht und es darum gehen wird, eine gute Form des Übergangs zu finden. Und es war zwischen uns beiden immer ein Thema, dass das ein offen kommunizierter, früh kommunizierter Übergang wird und dass es eben ein bestelltes Feld ist, was sie dann hinterlässt und ich mich darauf auch verlassen kann, dass ich eben nicht, bevor wir darüber gesprochen haben, irgendwelche Vorkehrungen treffen muss, sondern mich darauf auch verlassen kann.

Vertrauen und gute Vorbereitung

Also Sie sehen, da ist natürlich eine freundschaftliche, sehr vertrauensvolle Basis immer gewesen in der Art, wie wir gemeinsam das Unternehmen geführt haben und auch bis zum letzten Tag und darüber hinaus den Übergang gestaltet haben. Wichtig war aber, diese entscheidende Phase sehr früh einzuläuten, zwischen uns beiden immer transparent zu haben, wo ihre Überlegungen zu diesem Thema stehen und für mich dann die Gelegenheit zu haben, mir immer schon zu überlegen, wie will ich denn das Unternehmen dann weiterführen? Möchte ich ein vergleichbares Personalprofil neu einstellen, oder – das war in dem Fall für mich sehr schnell klar – können diejenigen, die bisher in die Rolle als Projektleiterin hineingewachsen sind, die Geschäftsführung und Geschäftsleitung übernehmen?

So hatte dieses Thema also schon eine lange Vorbereitungszeit zwischen uns beiden und es kam dann irgendwann zu dem Punkt, an dem es tatsächlich erste Bewerbungsgespräche, konkrete Veränderungsideen gab und wir dann den Weg gewählt haben, auch dem ganzen Team gegenüber eine Transparenz herzustellen im Sinne: Es wird diese Veränderung kommen. Wir wissen noch nicht, wann sie kommen wird. Es kann noch drei Monate dauern, das kann noch ein Jahr dauern. Aber ihr sollt jetzt schon wissen, das wird kommen. Es gibt eine klare Planung, wie das denn geht. Und wir haben dann mit dem Team, insbesondere mit denen, die Aufgaben übernehmen sollten, im Grunde eine grobe Strategie entworfen und die dann sozusagen in die Schublade gelegt, um zu warten, bis der Zeitpunkt kommt, an dem meine Kollegin sagt: Ich habe jetzt eine neue Stelle und bin in drei Monaten weg.

Organisation von nahtlosen Übergängen bei Verabschiedungsprozessen

Das ist natürlich ein enormer Vertrauensbeweis für das ganze Team und braucht eine ganz gute Kommunikation, damit eben nicht eine große Verunsicherung entsteht. Denn in einem Team von fünf, sechs, sieben Leuten, wenn die prägende Person an der Spitze dann sagt „Ich werde gehen“ dann löst das natürlich ganz schnell Unsicherheiten aus. Und das war dadurch sehr im Rahmen, weil wir beide sehr offen, sehr transparent und sehr früh auch alle informiert haben, inklusive eines klaren Plans, wie wir mit der Situation umgehen wollen.

Das kam dann auch ganz genau so, dass ein guter Übergang organisiert war, dass wir gemeinsam abgestimmt haben, wie wir zu Kunden und Partnern kommunizieren, sodass für alle Beteiligten klar war: Die haben super offen miteinander geredet. Das war immer geklärt, wie das Zusammenspiel geht. Und wir werden uns auch nach der Zusammenarbeit immer wieder gerne treffen und sehen und bleiben in Kontakt. Und genau so war das auch.

Natürlich ist dann ein letzter Tag, ein letzter Abschied etwas, was nicht ganz ohne Tränchen funktioniert und was auch irgendwie wehmütig ist. Aber es war auch in gewisser Weise ein gemeinsames Fest und wir bleiben einfach in Kontakt. So kann das sein. Und genau so ist es auch abgelaufen.

Trennung von einem Projektleiter/einer Projektleiterin

Jetzt werden Sie vielleicht sagen: Okay, bei einer Geschäftsführungsposition ist diese enorme Nähe und Offenheit zwischen zwei Geschäftsführern auch irgendwie unabdingbar. und vielleicht noch ein bisschen normal. Aber genauso geht es auch mit anderen Mitarbeitern, die vielleicht in der Projektleitung tätig sind.

Was bei uns häufiger entstanden ist, ist dass Menschen aus einer anderen Region zu uns als ersten Job nach dem Studium gekommen sind und dann nach einigen Jahren vielleicht tatsächlich wieder in der eigenen Heimat sesshaft werden wollen und dann wieder zurück in ihre Heimatregion gehen wollten. Und das war zum bisherigen Zeitpunkt in diesem Geschäftsfeld dann eben nicht mit einer Tätigkeit rein remote abzubilden, sondern bedeutete dann einfach auch, das Unternehmen zu verlassen.

Wir haben in solchen Fällen nach ähnlichen Grundsätzen gehandelt, also immer darauf Wert gelegt, dass wir dazu ermutigen, sehr früh Veränderungsideen zu kommunizieren, auch aktiv in Mitarbeitergesprächen danach fragen und uns dadurch einfach selber die Chance geben, mitzugestalten zum Nutzen aller Beteiligter.

Flexible Gestaltung für einen reibungslosen Übergang

Ich möchte ein Beispiel eines Projektleiters zeigen, der uns dann irgendwann eröffnet hat, dass er mit seiner Partnerin, inzwischen seiner Ehefrau, in seine bayerische Heimat zurückgehen möchte und dadurch dann quasi angekündigt hat, das Unternehmen irgendwann zu verlassen. Wir hatten zuvor einige Veränderungen überlegt, wie man auch die Rolle im Arbeiten verändern kann. Letztlich wurde dann klar, es führt zu einem Verlassen. Aber wir wussten alle gemeinsam noch nicht wann. Und es war auch besprochen, es soll zuerst einmal für ihn die Möglichkeit eines neuen Jobs geben, bevor er dann bei uns kündigt.

Wir sind da sehr, sehr offen mit umgegangen, weil wir auch die Chance hatten, das für uns so zu gestalten, dass wir quasi die Nachfolge in seinen langfristigen Projekten durch einen Nachfolger besetzen konnten. Und diese Person, die uns verlassen wollte, dann gleichzeitig in anderen Projekten, in denen er kostendeckend arbeiten konnte, weiter beschäftigen konnten, bei denen wir relativ flexibel später Übergänge gestalten konnten.

Trennungsprozesse unter Kontrolle

Das führte zu der interessanten Situation, dass alle in unserem Team um den Veränderungswillen wussten. Bei ganz zentralen Kunden, in seinen Projekten haben wir den Wechsel zu seinem Nachfolger bereits durchgeführt, den Nachfolger schon eingestellt, der war dann voll in den Projekten. Und mit den Sonderprojekten, die er übernommen hat, war er ein kostendeckende Mitarbeiter, dem wir dadurch ermöglichen konnten, sich im Grunde so viel Zeit zu nehmen wie nötig, bis er eine adäquate neue Stelle gefunden hatte.

Wir wussten also immer, wo er gerade in Bewerbungsgesprächen ist und hatten gleichzeitig einen Mitarbeiter, der für diese Situation natürlich auch super dankbar war und bis zum letzten Tag hoch produktiv seine Projekte abgeschlossen hat und einfach auch einen tollen Beitrag geleistet hat. Das hat sich viel länger gezogen, als wir uns das gemeinsam vorgestellt hatten. Aber es ließ sich so auch gestalten. Und es war für mich als Unternehmer in dem Sinne eine ganz besondere Erfahrung festzustellen, wie erstaunt andere Kollegen, wie erstaunt Kunden, die davon mitbekommen haben, wie offen wir damit umgehen und wie ungewöhnlich die das fanden. Dabei war das auf der Basis von Vertrauen und Transparenz eigentlich eine ganz selbstverständliche Situation. Also auch so kann es gehen.

Und auch in diesem Falle haben wir mit einem richtig schönen Verabschiedungsevent die gemeinsamen fünf Jahre gefeiert und nochmal Revue passieren lassen. Also auch die Frage womit Sie Mitarbeiter verabschieden, die einige Jahre mit Herzblut und Begeisterung zum Aufbau des Unternehmens beigetragen haben, zeigt nochmal viel über eine Unternehmenskultur.

Verabschiedungsevent

In diesen beiden Fällen, die ich gerade geschildert habe und in einigen anderen zuvor auch, haben wir uns für diesen letzten Tag auch wirklich nochmal was einfallen lassen im Kollegenkreis. Bei dem einen Mitarbeiter wurden Lieder entwickelt mit Texten, die zu der Person passen. Bei jemand anderem wurde ein Quiz quer durch die Räume des Büros organisiert, mit sehr lustigen Fragen, die jemand nach Jahren nochmal gechallenged haben. Mit jemand anderem haben wir eine große Schnitzeljagd im Wald gemacht. Mit jemand anderem waren wir in einem Freizeitpark, weil das jemand ist, der da total Spaß dran hatte und haben nochmal einen halben Tag im Team in diesen letzten Tag investiert.

Das ist eine Investition, wo man sagen könnte: Ja, ist ja jetzt eh rum, lohnt sich nicht mehr. Aber genau an der Stelle zeigt es Wertschätzung, die dann nicht nur eine funktionale Wertschätzung ist, sondern eine echte und die garantiert auch nachwirkt. Auch in das, was Mitarbeiter, die mal in ihrem Unternehmen waren, später über sie und die Firma und die Kultur berichten.

Das muss man so weit nicht treiben, wie wir das tun. Aber ein Abschied mit Stil und eine Würdigung und vielleicht sogar ein Transfer in eine Art Alumni-Verein, in eine Gemeinschaft, in der man auch später noch wieder eingeladen wird, vielleicht einmal im Jahr, wenn das Unternehmen feiert, bietet die Möglichkeit, einfach in Kontakt zu bleiben, das Netzwerk weiter zu nutzen und wer weiß, wie man sich mal wieder Bälle zuspielen kann. Also nicht nur dem Anfang wohnt ein Zauber inne, sondern auch dem Ende.

Verabschiedungsprozesse mit Hürden

Jetzt will ich nicht verhehlen, dass auch bei uns nicht alle Verabschiedungsprozesse genau so angenehm, offen, transparent und geradezu perfekt kommuniziert funktionieren. Viele tun das, aber natürlich gibt es auch Situationen, die mit ein bisschen mehr Konflikt funktionieren und dann nicht ganz so einfach sind und wo eine Verabschiedungssituation dann eben auch nicht ganz so ausgelassen als Feier ist, sondern einfach ein stilvolles sich verabschieden und nicht unnötig in die Länge ziehen.

Ich möchte aber trotzdem auch auf zwei Fallbeispiele eingehen, die eher mit umgekehrten Vorzeichen gelaufen sind, weil da der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin durchaus gerne geblieben wäre und wir als Unternehmen zu dem Schluss gekommen sind: Es passt leider doch nicht so, dass die Anforderungen, die wir haben, die in der Stelle gestellt werden, zu dem, was eine Person zu leisten in der Lage ist, nicht wirklich passen und wir von daher auf ein Ende der Zusammenarbeit hinarbeiten.

Trennungsprozess in der Probezeit

Das gibt es zum Glück bei uns eher selten, aber es kommt natürlich vor. In einem Fall war das sogar so, dass das in der Probezeit passiert ist, sodass wir in einer Einstellungssituation selber auch eine gewisse Notlage hatten, ja gesagt haben an der Stelle, wo wir vielleicht auch schon hätten merken können, das passt nicht so richtig, aber dran geglaubt oder darauf gehofft haben, dass sich entsprechende Leistungen und Veränderungen einstellen und haben dann nach 2,3 Monaten festgestellt: Nee, das wird nicht so funktionieren, wenn sich nicht ganz massiv was verändert.

Was dann wichtig ist, ist eben ein schnelles, ein gutes Feedback, ohne damit zu lange zu warten, sodass auch der Mitarbeiter die Chance hat, darauf entweder zu reagieren und Veränderungen herbeizuführen oder aber zumindest sich selber neu zu orientieren. Das war genau das Ergebnis in dem einen Fall, den ich gerade vor Augen hatte, bei dem wir dann in einigen Feedback-Gesprächen einen nachvollziehbaren Eindruck vermittelt haben, was uns gut gefällt und was uns fehlt und was sich verändern muss, damit es eine Perspektive hat.

Wir haben dann relativ schnell gemerkt das ist nicht veränderbar für die Person und haben dann eben auch sehr früh formuliert, dass wir nach der Probezeit nicht weiter zusammenarbeiten werden, haben aber gleichzeitig die Möglichkeit angeboten und formuliert, dass die Probezeit zu Ende geführt werden kann. Dass er die Chance hat, in diesen verbleibenden drei Monaten sich neu zu orientieren und dabei von uns auch unterstützt wird, wenn die Person das Feedback so annehmen kann und auch umgekehrt in dieser Zeit bereit ist engagiert weiterhin mitzuarbeiten.

Unterstützung des Mitarbeiters im Verabschiedungsprozess

Das war in dem Fall natürlich eine harte Botschaft für jemanden, der gerade seinen Wohnort verlagert hat, wegen des Arbeitsplatzes in eine andere Region gezogen ist und dann realisieren muss, diese erste berufliche Station wird nun kein mehrjähriger Erfolg. Wenn dann die Größe besteht und das war in diesem Fall so erstens das Feedback anzunehmen und zweitens auch zu erkennen, dass das ein großzügiges Angebot des Arbeitgebers war, nicht nach drei Monaten zu kündigen, sondern zu sagen: Du hast die Chance, die sechs Monate hierzubleiben, dann wurde das tatsächlich eine sehr gute und angenehme Zusammenarbeit in dieser Zeit.

Die hat ein gutes Ergebnis gebracht, sodass das für beide Seiten in Ordnung war, bot die Chance, sich zu bewerben, gab uns die Möglichkeit, auch ein gutes Zeugnis auszustellen und sogar dabei zu unterstützen an welchen Stellen jemand mit genau den Stärken, die bei uns nicht hundertprozentig passten, aber dann an der richtigen Stelle wäre. Und es hat tatsächlich auch unterstützt und es wurde für ihn ein nahtloser Übergang in den nächsten Job und für uns das Gefühl, dass wir verantwortungsbewusst und gut mit dieser Situation umgegangen sind. Auch das sicher nicht das Übliche, aber absolut leistbar, wenn von beiden Seiten die Bereitschaft und die Einsicht in die Wahrnehmung der jeweils anderen Seite vorhanden ist.

Verabschiedungsprozess langjähriger Mitarbeiter

Schwieriger ist natürlich die Situation, wenn jemand einige Jahre im Unternehmen gearbeitet hat und man dann Ansprüche an eine bestimmte Rolle erhöht oder auch Kunden Ansprüche erhöhen und man feststellt, so wie jemand diese Rolle bisher gelebt hat, mit dem, was jemand eingebracht hat, wird es auf Dauer nicht reichen.

Dann sollte es selbstverständlich sein, nicht einfach in Richtung einer Trennung hin zu arbeiten, sondern zunächst einmal ein gutes Feedback zu geben und einen Prozess zu starten, der der betroffenen Person die Chance gibt, sich weiterzuentwickeln, zu zeigen, ob man in der Lage ist, in diese Rolle hineinzuwachsen oder nicht.

Fairness auf beiden Seiten

So war das auch in dem Fall, den ich gerade vor Augen hatte. Nach einem anspruchsvollen Prozess für beide Seiten – der Mitarbeiter war ziemlich gechallenged und die entsprechende Führungskraft musste sich eben auch sehr intensiv um dieses Thema kümmern – kamen wir trotzdem zu dem Schluss, dass das dauerhaft keine Perspektive haben wird. Dann ist es eine Frage der Verhandlung und des Gefühls von Fairness auf beiden Seiten, ob man dann zu einem Aufhebungsvertrag kommt, zu einer Kündigung durch den Mitarbeiter und das in einer letztlich für alle Beteiligten positiven und für den Arbeitgeber auch kostengünstigen Art und Weise schafft.

Im Idealfall kann man trotz einer solchen Geschichte der Trennung dann sogar dabei unterstützen, dass jemand sich für eine zukünftig besser passende Rolle in die richtige Richtung orientiert. Das könnte man als Outplacement-Beratung bezeichnen, wenn man das als professionellen Prozess führt. Wir machen das, soweit wir das können und die Bereitschaft dazu besteht einfach als Engagement des Unternehmens für die weitere Entwicklung einer Person. Das war in diesem Fall sogar so, dass wir dazu Gespräche geführt haben und letztlich der nächste Job genau in diese Richtung ging, die wir gemeinsam im Gespräch erarbeitet hatten.

Trotzdem sind das ehrlicherweise nicht immer Prozesse, die man dann mit einer gemeinsamen Feier beendet, sondern vielleicht ist es dann einfach auch eher ein nüchterner oder ein bisschen angespannter, aber immerhin stilvoller Abschied. Und dann ist erstmal vielleicht auch eine Weile eine gewisse Sendepause, ehe man sich dann vielleicht wieder zu irgendeiner Veranstaltung trifft oder auch wieder einlädt. Auch das ist natürlich legitim und ist die Realität.

Transparenz in Verabschiedungsprozessen

Aber was aus meiner Sicht der Anspruch für ein Unternehmen, für unser Unternehmen auch ist, dass wir mit einem möglichst hohen Entgegenkommen einer ganz großen Transparenz in diesen Prozessen kommunizieren und dadurch einfach selber immer in dem Bewusstsein sind, einen sehr stilvollen, einen sehr fairen Weg und eine entsprechende Kultur zu leben, wie man sich dann auch wieder verabschiedet.

Das Kraftvolle und Starke daran ist, dass daran alle Beteiligten merken, wie ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitenden umgeht und auch dann Wertschätzung zeigt, wenn sich das vielleicht auf den ersten Blick nicht sofort morgen noch lohnt, weil die Zusammenarbeit ja endet.

Das hat nicht in jedem Fall so funktioniert. Interessanterweise sind im Nachhinein aber auch ein, zwei Fälle, bei denen wir es tatsächlich nicht so geschafft haben, wie wir uns das gewünscht haben und im Unternehmen eine gewisse Konsterniertheit entstand, weil jemand wirklich aus heiterem Himmel uns einfach eine Kündigung auf den Tisch gelegt hat. Das war im Nachhinein wertvoll für die Unternehmenskultur, weil alle mitbekommen haben, wie uns das als Geschäftsführung auch erstaunt und getroffen hat.

Und es führte zu einem Diskussionsprozess. Was ist denn eigentlich entra like, wie wir das nennen? Was passt zu unserem Unternehmen? Und wie hätten wir das gerne? Und es führte nochmal zu einem sehr viel klareren Formulieren, auch von Geschäftsführungsseite, welche Offenheit wir uns wünschen und was wir dazu auch an Vertraulichkeit, Verbindlichkeit und Offenheit damit umzugehen versprechen. Und es hat nochmal sehr geholfen, dass dann in der Zukunft nach so einem enttäuschenden Prozess auch sehr viele sehr gelungene Verabschiedungsprozesse erfolgt sind.

Vorteile gelungener Verabschiedungsprozesse

Wenn Sie diese Beispiele, die ich gerade beschrieben habe, so hören, dann könnte es sein, dass Sie sagen: Boah, das klingt ja gut, aber so kenne ich das gar nicht. Ich weiß aber, dass es in gut geführten Unternehmen immer wieder auch gelingt, dass Verabschiedungsprozesse auf eine gute Art und Weise gelingen.

Wenn das so ist, gewinnt das Unternehmen gleich mehrfach. Zum einen sind wirklich die Phasen bis zum letzten Arbeitstag produktive Zeit. Die kostet ja Geld und sie bekommen dann auch tatsächlich produktives Arbeiten zurück. Das erfordert einen Einsatz, ein Invest an Energie, Zeit und Geld des Unternehmens für die Mitarbeiter, die gehen, aber es bringt auch den Vorteil, dass sie gute Übergänge gestalten können. Es ist unglaublich wertvoll, wenn zwischen den entscheidenden Personen eine Klarheit frühzeitig besteht und man gemeinsam abstimmt, wie die Kommunikation erfolgt. Wenn man das zu einem Zeitpunkt tut, wo man vielleicht auch schon eine Nachfolgeidee hat oder zumindest einen Prozess beschreiben kann und dadurch möglichst wenig Verunsicherung entsteht bei den Menschen im Unternehmen wie auch bei Kunden/Partnern draußen.

Was man auch nicht vergessen darf: Wenn Menschen, die jahrelang ein Unternehmen mitgeprägt haben und dann nächste Karriereschritte außerhalb tun, mit einem richtig tief positiven Bild von ihrem alten Unternehmen auch wieder in ihren neuen Kreisen und Netzwerken unterwegs sind, dann ist auch das natürlich ein wichtiger Faktor für das Renommee des Unternehmens. Große Beratungsunternehmen leben ganz oft davon, dass die Menschen, die dort gewesen sind und dann weiterziehen, begeistert vom alten Arbeitgeber schwärmen und dann den auch wieder mit zu neuen Aufträgen nehmen.

Eine Frage der Kultur und der Qualität von Führung

Also insgesamt ist es eine Frage der Kultur, der Qualität von Führung, die sich dann in der Qualität des Beendens einer Zusammenarbeit eben auch wieder zeigt. Sie ernten beim Verabschieden die Ergebnisse der Qualität des Führens vorher. Die Ursache liegt viel, viel früher. Das hat damit zu tun: Schaffen Sie so eine Nähe und ein Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften, dass Sie wirklich der die erste sind, der mitbekommt, wo jemand Veränderungswünsche entwickelt? Schaffen Sie eine vertrauliche und verbindliche Situation, dass jemand Ihnen etwas anvertraut, ohne Angst zu haben, dass das zu seinem Nachteil interpretiert werden kann? Und wenn sie das schaffen, dann ist eben im Ergebnis eine solche Kultur des Auseinandergehens fast selbstverständlich, wenn alle Beteiligten ein Gefühl von Verantwortung für das, was sie auch hinterlassen haben und mitbringen.

Und das Wichtigste ist, dass sie das als Teil der Unternehmenskultur vorleben und auch als Erwartung formulieren, dann gibt es keine Garantie, dass das mit jedem und bei jedem Fall funktionieren wird. Aber ich würde immer Ihnen mitgeben: Orientieren Sie sich nicht an den ein, zwei Fällen, wo das nicht funktioniert hat, sondern an den 80-90 Prozent der Fälle, in denen das ganz genau so funktioniert. Denn nach meiner Erfahrung jeder Mensch, der mit großem Engagement irgendwo arbeitet und gearbeitet hat, auch ein wohl bestelltes Feld hinterlassen will. Und das ist ein Pfund, mit dem Ihr Unternehmen und sie dann auch wuchern dürfen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Woche.

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